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Katharina Truppe (Ski Alpin)

Mit (schulischen) Erfolgserlebnissen zu neuen Bestleistungen

2019 war ein Jahr voller besonderer Erfolge für Kathi Truppe. Die junge Kärntnerin holte Silber im Teambewerb bei der Ski-WM in Åre, raste in Levi zu ihrem ersten Weltcup-Podestplatz und legte bei KADA die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) ab. „Ich denke, irgendwie hängt alles zusammen“, reflektiert sie mit etwas Abstand ein Jahr später. „Ich konnte den Flow von der bestandenen BRP-Prüfung in den Skiwinter mitnehmen und so gelang mir meine bislang erfolgreichste Saison.“

Schon 2015 zeigte Kathi Truppe mit Slalom-Bronze bei der Ski-Junioren-WM auf. Seitdem steht sie im ÖSV-Damenaufgebot und geht in den technischen Disziplinen auf Zeitenjagd. Neben ihrem Talent und Durchsetzungsvermögen zeichnet sie aus, dass sie sich vorausschauend über ihre Sportkarriere hinaus Zukunftsgedanken macht und aktiv Schritte setzt, um sich ein zweites Standbein aufzubauen. Der Weg zum BRP-Abschluss begann für sie im Frühjahr 2018, damals auf Anraten einer Kollegin: „Eigentlich hat Stephi Resch mich dazu gebracht, mich für den BRP-Kurs anzumelden, denn zu zweit lernt es sich einfach leichter. Aber es war mir wichtig, die Berufsreifeprüfung zu erlangen bzw. an das Leben nach dem Skisport zu denken.“

Die ÖSV-Athletin besuchte in Salzburg die Kurse in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und den Fachbereich Sportmanagement. Im Unterricht traf sie auf Sportlerinnen und Sportler aus verschiedensten Disziplinen. „Die Stimmung war immer recht gelassen und locker. Aber natürlich hängten wir uns voll rein, denn wenn man etwas anfängt, möchte man es auch durchziehen.“

Zwischen Lernstunden und Weltcupauftritten

Abseits des Präsenzunterrichts galt es für Kathi Truppe, sich selbstständig neben Trainings, Wettkämpfen und Reisen die Zeit zum Lernen einzuteilen: „Die Prüfungszeit war schon sehr intensiv und auch strapaziös. Nach dem Schneetraining am Vormittag noch zu lernen war für mich nicht gerade einfach. Vor allem die Trainingszeit in Neuseeland bleibt mir in guter Erinnerung, wo ich mich regelrecht fast täglich in die Mathematik-Lernunterlagen reinkniete. Rückblickend war es eine sehr anstrengende Zeit, aber es war eine meiner besten Entscheidungen, die BPR zu absolvieren“, ist sie sich sicher.

Denn ihre Mühen sollten sich bezahlt machen. Unvergesslich bleibt der Moment, in dem feststand, dass sie ihre letzte Teilprüfung bestanden hatte: „Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich nach meiner Präsentation aus den Raum herauskam und wusste, dass ich alles hinter mir hatte. Es war so, als würden 100 Kilo an Druck und Belastung von mir runterfallen. Ich zitterte sogar ein wenig vor lauter Freude und war einfach nur mehr glücklich, mein Zeugnis in den Händen halten zu dürfen.“

Dieses Erfolgserlebnis spornte sie im weiteren Saisonverlauf zu sportlichen Bestleistungen an. Im Anschluss an die BRP fasste die Skirennläuferin aber schon das nächste Ziel ins Auge und begann die Polizeiausbildung: „Soweit gefällt es mir sehr gut. Es ist eine neue, intensive Ausbildung, die sehr interessant ist und viel Neues mit sich bringt.“ Und auch sportlich bleibt sie fokussiert. Der Start in die Saison 2020/21 ist gut über die Bühne gegangen und sie möchte diesen Winter viel erreichen: „Ich habe mir vorgenommen, dort anzuschließen wo ich letzte Saison aufgehört habe. Natürlich ist der Skisport kein Wunschkonzert, aber ich werde mein Bestes geben, um wieder vom Podest herunter jubeln zu können.“

Dafür wünschen wir alles Gute und drücken die Daumen!

KADA Job Market

Freie Stelle bei Sporteo

Sporteo ist eine internationale Full-Service-Sportvermarktungsagentur mit Schwerpunkt Fußball.

Zur Verstärkung des Teams sucht das Unternehmen nach einer/m Sales Mitarbeiter*in (m/w/d) und würde diese Stelle gerne mit einer Person aus dem Sportumfeld besetzen. Dienstorte sind Wien und Schaan in Liechtenstein. Alle weiteren Infos findest du in der Stellenausschreibung. Bei Fragen kannst du dich an Frau Katharina Lenhart wenden.

Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch!

Viel Glück!

KADA Job Market

Nachwuchsleistungssportzentrum Steiermark

Graz

Das Nachwuchsleistungssportzentrum Steiermark sucht eine/n Sportkoordinator*in zur Begleitung junger Nachwuchshoffnungen im Rahmen ihrer schulischen und sportlichen Ausbildung.

Nähere Informationen zum Anforderungsprofil und zu den Aufgaben findest du in der Stellenausschreibung. Bei Fragen wende dich bitte an Herrn MMag. Gabriel Illmeier. Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch!

Viel Glück!

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2019

Wir nähern uns dem Ende unserer Reise durch KADAs zehnjährige Vereinsgeschichte. Ein Blick auf das Jahr 2019 verdeutlicht, wie viel sich seit der Gründung 2010 getan hat. 2019 nahmen 226 Sportlerinnen und Sportler aktiv am Studienförderprogramm SLS teil. An bundesweit elf Partnerhochschulen wurden sie von ihren Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern bei der Vereinbarung von Studium um Spitzensport unterstützt. 24 KADAthletes schlossen die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) ab. Damit stieg die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen seit Einführung der BRP-Kurse 2012 auf insgesamt 107. KADA war auch fleißig unterwegs und hielt 21 Workshops zur Bildungs- und Berufsorientierung an Schulen des Leistungssports und beim Österreichischen Bundesheer ab. Im Sommer fand die bereits sechste Auflage des VdF-Camps für vereinslose Fußballer statt, wobei KADA wie gewohnt die Karriereberatung übernahm und mit den Teilnehmern konkrete Zukunftsperspektiven erarbeitete.

Neben der Fortsetzung der vielen etablierten Unterstützungsangebote gab es 2019 mit der Gründung des Klub KADA eine besondere Neuerung. Der Klub KADA versammelt spitzensportfreundliche Bildungsanbieter und Arbeitgeber, die mit ihren bedürfnisgerechten Berufs- und Bildungsmöglichkeiten österreichischen Athletinnen und Athleten eine Duale Karriere ermöglichen. Durch das soziale Engagement der Ausbildungsstätten und Wirtschaftstreibenden können sich Athletinnen und Athleten neben dem Sport weiterbilden, persönlich weiterentwickeln und beruflich Fuß fassen. Nach der KMU Akademie und Management AG und der BILDAK konnte KADA 2020 mit der Privatuniversität Schloss Seeburg einen weiteren langjährigen Bildungspartner als Klubmitglied dazugewinnen. Alle drei zeichnen sich durch flexible Bildungsprogramme aus, denen Sportlerinnen und Sportler weitgehend zeit- und ortsunabhängig nachgehen können.

Veränderungen im Vereinsvorstand

Bei der Hauptversammlung im Juli 2019 wurde Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer, MBA, zur neuen KADA Präsidentin gewählt. Als Vizepräsident steht ihr der langjährige Finanzreferent Mag. Jan Häuslmann zur Seite. Bestätig wurden auch Mag. Michael Ludwig (Finanzreferent Stv.), MMag. Dr. Marc Brabant (Schriftführer), Maga. Petra Kronberger (Schriftführerin Stv.), Dr. Thomas Hollerer (Beirat) sowie Mag. Thomas Schwab und Felix Reitsperger, LLM (Rechnungsprüfer).

Im Jubiläumsjahr 2020 zieht Präsidentin Alexandra Meissnitzer Bilanz und gibt eine klare Richtung für die Zukunft des Vereins vor: „KADA hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer wesentlichen Serviceeinrichtung für den österreichischen Spitzensport entwickelt. Sportlerinnen und Sportler können sich darauf verlassen, dass sie auf ihrem Bildungs- und Berufsweg in jeglichen Anliegen unterstützt und gefördert werden. Es freut mich sehr, dass ich in meiner Funktion als Präsidentin einen Teil dazu beitragen kann. Die schwierigen letzten Monate haben einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in Anbetracht von unvorhersehbaren Entwicklungen ein zweites Standbein aufzubauen. KADA wird sich weiter tatkräftig dafür einsetzen, Spitzensport, Bildung und Beruf bestmöglich vereinbar zu machen.“

Vizepräsident Jan Häuslmann ist seit den Anfangstagen dabei und zeigt sich stolz auf das bisher Erreichte: „Als der Verein KADA im Jahr 2010 gegründet wurde, fanden sich unterschiedlichste Menschen, Expertinnen und Experten aus dem Bereich Sport zusammen, mit einem gemeinsamen Ziel: angehende, aktuelle und ehemalige SpitzensportlerInnen bei der dualen Karriere zu unterstützen. In den ersten zehn Jahren konnten hunderte in der Öffentlichkeit bekannte und weniger bekannte Spitzensportlerinnen auf ihr Berufsleben abseits des Sports vorbereitet werden. Eine Erfolgsgeschichte!“

Schriftführer Marc Brabant war ebenfalls schon Teil des ersten Vorstands 2010 und ist mit der Entwicklung des Vereins sehr zufrieden: „Zehn Jahre KADA – unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Ich habe in meiner aktiven Zeit selbst die Erfahrung gemacht, dass mein Studium ein wertvoller Ausgleich zum Eishockey war und mir viele Möglichkeiten für meine spätere Laufbahn eröffnet hat. Seit 2010 hat KADA stetig Fachwissen aufgebaut und kann Sportlerinnen und Sportlern heute österreichweit anbieten, sie durch alle Stationen ihrer Dualen Karriere zu begleiten. Ich bin stolz, von Beginn an dabei zu sein und schon gespannt, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird!“

Das KADA Team bedankt sich auf diesem Weg herzlich bei allen Partnern, Unterstützern und Wegbegleitern und blickt bereits voller Motivation den neuen Projekten in den nächsten Jahren entgegen.

KADA Job Market

Akademieleiter*in für Sport, Gesundheit & Management gesucht

Salzburg

Die „AFSM“ Akademie für Sport, Gesundheit & Management ist DER Bildungsanbieter im Bereich Sport und Gesundheit mit zahlreichen Präsenz- und Fernlehrangeboten.

Ab sofort sucht die „AFSM“ eine(n) Akademieleiter*in mit Führungsqualitäten auf selbstständiger Basis in der Zentrale in Salzburg. Absolvent*innen der Studienrichtung Sportwissenschaft oder Sportmanagement werden bevorzugt. Nähere Informationen zu den Tätigkeiten kannst du gerne bei Herrn Radauer einholen. Bewerbung, Lebenslauf und Foto sind ebenso an ihn zu richten.

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Viel Glück!

KADA Job Market

Helvetia Versicherungen AG

Vorarlberg, Tirol

Die Helvetia Gruppe steht für individuelle Versicherungs- und Vorsorgelösungen in Schweizer Top-Qualität. Mit Mitarbeiter*innen aus dem Spitzensport wurden bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Für seinen Außendienst sucht das Unternehmen aktuell jeweils einen Kundenberater (w/m/d) für den Raum Dornbirn/Rankweil und für Rum/Innsbruck. Nähere Informationen zum Anforderungsprofil und zu den Aufgabenfeldern findest du in den verlinkten Stellenausschreibungen.

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Viel Glück!

Dominik Siedlaczek zu 10 Jahren KADA

Vom KADAthlete zum Laufbahnberater

Bevor er 2018 seine Karriere beendete und zum Team im Head Office stieß, wurde Dominik Siedlaczek selbst fünf Jahre lang von KADA betreut. Der ehemalige Leichtathlet studierte zu seiner aktiven Zeit Sportwissenschaften. Für eine bedarfsgerechte Abstimmung von Sport und Bildung konnte er auf Unterstützung von Wegbegleitern zählen und profitierte von KADAs Förderprogramm SLS:

„Meine Eltern haben nicht studiert, daher brauchte ich andere Leute, die mir ein Studium näherbringen. Elisabeth Plazotta, meine damalige Trainerin, war dahingehend eine große Stütze. Zusammen haben wir einen ausgewogenen Rahmenplan für Sport, Ausbildung und Beruf geschaffen, der meine Leistungen und ihre Trainertätigkeit gefördert hat. KADA kam als wichtiger Baustein dazu, als meine Karriere zunehmend professioneller wurde. Da konnte meine Laufbahnberaterin einigen Druck abnehmen.“

Dominik Siedlaczek, Msc.

Für sein weiterführendes Sportmanagement-Masterstudium verschlug es Dominik unter KADA Mithilfe an die englische Loughborough University. Dort machte der Wiener prägende Erfahrungen: „Ich bin sehr offen und neugierig, daher war ein Auslandsstudium immer Thema. Allerdings war das Jahr in England beinhart. Ich kam frisch nach einer groben Knie OP hin und musste dort mit Studium, Reha, Training und Privatleben jonglieren. Zudem engagierte ich mich in mehreren Ehrenämtern in der Studierendenvertretung. Die vielen Eindrücke und frischen Inputs waren aber ein starker Motivator, dort alles bestmöglich zu meistern. Für alle, die eine Challenge suchen, ist ein Auslandsstudium stark zu empfehlen.“

Der mehrfache Staatsmeister und European Games-Gewinner wurde letztlich viel von Verletzungen zurückgeworfen. An seine Zeit im Leistungssport denkt er aber gerne zurück: „In einer Weltsportart wie Leichtathletik merkt man sehr schnell, wo man im internationalen Vergleich steht und wie weit man kommen kann. Ich hatte als junger Athlet hohe Ansprüche an mich. Klar, die Einberufungen, Beschickungen zu internationalen Wettkämpfen und Staatsmeistertitel waren absolute Höhepunkte, aber meine Ziele lagen doch immer höher. Erst gegen Ende meiner sportlichen Laufbahn habe ich gemerkt, dass die Erreichung sportlicher Ziele für mich weniger von Bedeutung war als die Gewinne abseits von Medaillen und Bestleistungen.“

Auf ein unterstützendes Umfeld kommt’s an

Heute leitet Dominik bei KADA das Studienförderprogramm SLS und hält an Schulen, Leistungs- und Heeressportzentren in ganz Österreich KADA-Workshops. Als Laufbahnberater begleitet er außerdem Athletinnen und Athleten in Wien und Salzburg durch ihre Duale Karriere. Mit dem Rollentausch vom Betreuten zum Betreuer schließt sich für ihn ein Kreis. „In der Beratung habe ich in den ersten Monaten meist meine persönlichen Erfahrungen genutzt, um bei Anliegen zu helfen. Gleich habe ich aber erkannt, dass ich nicht von mir auf andere schließen kann. Deshalb versuche ich immer, meine Athletinnen und Athleten und ihre individuellen Situationen zu verstehen. Dadurch ergeben sich ganz andere Perspektiven und zudem lerne ich auch viel Neues.“

Eine Sache, die er wie einst bei sich selbst immer wieder beobachtet, ist wie viel Auftrieb es gibt, wenn man bei der Vereinbarung von Sport, Bildung und Beruf nicht auf sich allein gestellt ist: „Ich habe einmal drei Mannschaftssportler betreut, die gemeinsam für einen Verein gespielt haben. Neben ihren Verpflichtungen als Profis haben sie es sich zum Ziel gemacht, ihr Studium zu absolvieren. Da sie teilweise dieselben Lehrveranstaltungen besuchten, bildeten sie aus praktischen Gründen eine Fahr- und Lerngemeinschaft und pendelten zusammen zwischen Training und Uni. Sie bauten selbstständig ein förderliches Umfeld auf. Ich empfand die gegenseitige Unterstützung und das Verständnis für einander als Paradebeispiel für die Umsetzung einer erfolgreichen Dualen Karriere. Ich für meinen Teil musste sie bloß administrativ bedienen.“

Madeleine Egle (Rennrodeln)

Mit Weitblick hoch hinaus

Es war ein besonderer Tag, als Madeleine Egle 2007 die Rodel-Weltmeisterschaft in Igls besuchte. Damals erlebte sie mit ihrer Volksschulklasse hautnah die Wettbewerbe mit und hatte die Möglichkeit, das österreichische Nationalteam zu treffen. Seit dann war klar: die Tirolerin wollte sich selbst in die Eisbahn wagen. Umso erfreulicher als sich schließlich herausstellen sollte, dass sie das Zeug zur Spitzenrodlerin hatte: „Absehbar war es eigentlich nie so richtig. Ich habe schon immer zu der Kategorie gehört, die sehr hart kämpfen musste, um weiterzukommen. Hinzu kam dann 2012 mein Oberschenkelbruch, der für mich fast ausschlaggebend war, meine Karriere zu beenden. In gewisser Weise hat mich die Verletzung aber weiter vorangebracht und jetzt gebe ich noch mehr für meine Ziele.“

Diese Beharrlichkeit sollte sich bezahlt machen. Nach dritten Plätzen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 und der Junioren-Weltmeisterschaft 2017 schaffte Madeleine Egle den Sprung ins Nationalteam. Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 holte sie mit gerade einmal 19 Jahren Bronze in der Teamstaffel. „Es war für mich unglaublich, bei Olympia dabei zu sein“, erinnert sie sich zurück. „Allein schon, weil es bei mir erst sehr spät klar war, dass ich dabei sein durfte. Dass dann noch eine Medaille im Teambewerb herausgeschaut hat, war der absolute Wahnsinn. Olympische Spiele sind einfach der Traum eines jeden Athleten. Dieser ganze Olympische Flair und mit so vielen Sportlerinnen und Sportlern aus so unterschiedlichen Disziplinen und Nationen zusammenzukommen, war schon eine mega Erfahrung.“

Die Zukunft im Blick

Trotz beachtlicher Erfolge in jungen Jahren behielt die ambitionierte Athletin den Weitblick, sich über den Sport hinaus perspektivisch mit Bildungsfragen auseinanderzusetzen. Kurz nach Olympia kam sie daher zu einem Erstberatungsgespräch zu KADA: „Für mich war schon immer klar, dass man mit Rodeln allein nicht die Welt verdient und sich unabhängig machen kann – egal, wie gut man ist. Ich hatte bereits einige Zeit nach Möglichkeiten mich weiterzubilden geschaut, wurde aber wirklich oft enttäuscht, da mir als Sportlerin sehr wenig Verständnis entgegengekommen ist. Es war auch so, dass ich nicht einfach nur ein zweites Standbein brauchte, sondern es ist für mich psychisch wichtig, nicht nur vom Sport anhängig zu sein.“

Die Wahl fiel auf Wirtschaftsrecht: „Es war ursprünglich eine Entscheidung der Möglichkeiten. Ich habe mich informiert, welche Studiengänge sich von der Anwesenheit her mit Rodeln kombinieren lassen. Dabei bin ich auf Wirtschaftsrecht gestoßen. Anfangs war ich nicht sicher, ob es etwas für mich ist. Mittlerweile finde ich es aber wirklich interessant“, zeigt sie sich zufrieden.

Bei der Vereinbarung von Sport und Studium wird Madeleine Egle von KADA unterstützt: „Ich bin Dank KADA im SLS-Programm der Universität Innsbruck. Es gibt einem die Möglichkeit, bei Präsenzveranstaltungen wegen Trainings und Bewerben öfter zu fehlen und Ausgleichsleistungen für die Abwesenheiten zu machen. Gemeinsam mit meiner Laufbahnberaterin überlege ich mir dabei ein Konzept, wie ich jedes Fach am besten angehe.“

Gute Planung ist alles

Bei Trainings, Wettkämpfen und Reisen auf der einen Seite, Präsenzveranstaltungen, langen Lerntagen und Prüfungen auf der anderen kommt es aus ihrer Erfahrung auf den richtigen Zugang an: „Planung und Disziplin sind der Schlüssel, um alles unter einen Hut zu bekommen. Es ist nach anstrengenden Trainingseinheiten schon oft schwierig, sich noch zu konzentrieren und etwas für die Uni zu machen. Aber da muss man sich einfach aufraffen. Auch wenn es nur ein bisschen ist, schafft man somit eine Routine Das macht es leichter, sich nach dem Training fürs Lernen zu motivieren.“

Wohin die Reise nach ihrer Sportkarriere einmal beruflich führen soll, das lässt sie sich noch offen. Zurzeit genießt sie das Studentenleben als Ausgleich zum fordernden Sportalltag: „Es gibt mir das Gefühl, dass ich etwas zu tun habe. Ich muss alles aufeinander abstimmen und lerne, mich zu organisieren. Ich treffe auch Leute außerhalb des Sports. Das zeigt mir andere Perspektiven auf – nicht nur das sportliche Denken – und gibt mir Einblicke in das Leben anderer. Es ist manchmal schon ganz gut, nicht nur mit Sportlern zu interagieren.“

Aktuell laboriert Madeleine Egle an einer Schulterverletzung, der neuen Saison sieht sie aber optimistisch entgegen. Dass sie jede Menge vorhat, ist ersichtlich: „Meine Karriereziele sind unter anderem wieder die Olympischen Spiele in Peking wo ich um Medaillen mitfahren möchte. Ich möchte es auch schaffen, im Gesamtweltcup unter die Top 3 zu kommen und bei Welt- und Europameisterschaften um die Medaillenränge mitzumischen.“

Dafür drücken wir fest die Daumen!

KADA Job Market

Zwei freie Stellen bei BDI-BioLife Science

Die BDI-BioLife Science ist Spezialist für die Entwicklung innovativer Technologien zur Herstellung hochqualitativer Algen-Wertstoffe für die LifeScience-Industrie.

Aktuell sucht das Unternehmen einen Biotechnologen (m/w/d) und einen Produktionsmitarbeiter (m/w/d) für den Standort Hartberg. Nähere Informationen zum Anforderungsprofil und zu den Aufgabenfeldern findest du in den verlinkten Stellenausschreibungen. Bei Fragen wende dich bitte an Frau Mag. Verena Kabas. Erwähne KADA in deinem Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch.

Viel Glück bei deiner Bewerbung!