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10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2015

Halbzeit in unserer Rückblickserie! Seit 2010 setzt sich KADA für eine nachhaltige Kombination von Spitzensport mit Bildung und Beruf ein. Über die Jahre haben viele Projekte und Initiativen richtig Fahrt aufgenommen.

2015 konnte KADA den ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur bestandenen Berufsreifeprüfung im Leistungssport gratulieren. Mit viel Fleiß hatte die Gruppe aus verschiedenen Sportarten zuvor die Vorbereitungskurse für Deutsch, Mathematik, Englisch und den Fachbereich Sportmanagement besucht. Der Lohn für diese Mühen kann sich sehen lassen: Unsere Absolventinnen und Absolventen haben eine vollwertige Matura in der Tasche, die zum Studium an österreichischen Hochschulen berechtigt.

Die ersten BRP-Absolventinnen und Absolventen

Und das ist auch schon das Stichwort für unser spitzensportfreundliches Studienförderprogramm SLS. Ob Studienorientierung, Semesterplanung oder organisatorische Unterstützung – so steht KADA seit 2011 studierenden Sportlerinnen und Sportlern mit Rat und Tat zur Seite. Dafür wird eng mit österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Fernstudienzentren zusammengearbeitet. 2015 konnte KADA das erste Sportstipendium in den USA vermitteln. Mittlerweile war zudem das Angebot an Studiengängen mit flexibleren Organisationsformen angestiegen, was interessierten Sportlerinnen und Sportlern viele neue Möglichkeiten eröffnete.

Ein besonderer Fokus lag 2015 auf Trainerinnen und Trainern. Denn für die Verbindung von Ausbildung und Spitzensport braucht es Unterstützung aus dem unmittelbaren Umfeld. Trainer- und Betreuerstäbe machen einen wichtigen Teil davon aus. Als Leistungsentwickler und Vertrauenspersonen ist es wichtig, bei ihnen ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von Sportlerinnen und Sportlern in Bezug auf Duale Karriere zu schaffen. Schließlich ist es nicht das Ziel, Athletinnen und Athleten vom Spitzensport wegzubringen, sondern die sportliche und persönliche Entwicklung gemeinsam zu fördern. Daher entwickelte KADA für Trainerinnen und Trainer Workshops zu diesem Thema.

Nach der Sportkarriere im Beruf durchstarten

Wenn die sportliche Karriere schließlich dem Ende zugeht, bleibt KADA verlässlicher Begleiter beim Übergang ins Berufsleben. Der Ausstieg aus den gewohnten Trainingsroutinen und Tagesstrukturen des Spitzensports kann durchaus herausfordernd sein. Unsere Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater unterstützen diesen Prozess. Sie bieten individuelle Berufsberatung an und unterstützen bei Bewerbungen. Dank vieler Wirtschafskontakte und der Zusammenarbeit mit unserem Fördergeber Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) gibt es gezielte Unterstützung bei der Suche nach Praktika, Arbeits- und Ausbildungsstellen.

Wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken über berufliche Optionen nach der aktiven Karriere zu machen. Das Team der KADA Laufbahnberatung steht für alle Fragen rund um Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung, die sich mit Spitzensport vereinbaren lassen.

Dominik Hölbling (Kickboxen)

Erfinder mit Kampfgeist

Dominik Hölbling hat seine Sportart Kickboxen im Alter von vierzehn Jahren für sich entdeckt. 2010 schaffte er den Sprung ins österreichische Nationalteam. In seiner Disziplin Pointfighting ist er dreizehnfacher Staatsmeister und hat zahlreiche Top-drei-Ergebnisse bei internationalen Bewerben eingefahren. Dass er so weit kommen würde, hätte er nicht gedacht: „Es war eher so, dass ich immer davon geträumt habe und alles dafür gab, meine Ziele zu erreichen. Erst nach einer Vielzahl an Rückschlägen und kleinen Erfolgen hat sich abgezeichnet, dass ich es an die Spitze schaffen könnte.“

Ein absolutes Karrierehighlight war für ihn das Teamfinale der Weltmeisterschaft in Ungarn 2017: „Es war einer der spannendsten Tage meines Lebens. Einige Tage zuvor bin ich in meiner persönlichen Kategorie im Viertelfinale gegen einen Griechen ausgeschieden. Doch im Teambewerb konnte ich mich wieder beweisen. Zuerst setzten wir uns einigermaßen locker gegen Belgien durch. Im Viertelfinale hatten wir ein nervenzerfetzendes Duell mit Deutschland, einem der vier Favoriten-Teams. Wir schafften den Einzug ins Halbfinale, wo ich auf meinen vorigen Gegner aus Griechenland traf, den ich nun besiegen konnte. Im Finale ging es gegen den absoluten Favoriten Ungarn, die auch noch Heimvorteil hatten. In meinem Kampf konnte ich sogar einen kleinen Vorsprung rausholen. Für den Sieg reichte es dann leider nicht. Es war jedoch ein unglaubliches Erlebnis und ich bin stolz auf die Leistung aller Teammitglieder.“

Für den Vize-Weltmeistertitel wurde ihm die Silbermedaille der Republik Österreich verliehen. Seit einigen Jahren gibt der Salzburger seine Erfahrungen auch als Trainer weiter und hält Kurse an der Universität Wien ab. Dazu ist er Teil des Trainerteams von UFC-Kämpfer Aleksandar Rakic.

Vom zögerlichen Studenten zum Forscher und Erfinder

Parallel zu seiner sportlichen Karriere hat Dominik Hölbling auch einen beachtlichen Bildungsweg eingeschlagen. Nach einer Lehre zum Elektriker und Bustechniker legte er die Studienberechtigungsprüfung ab und entschied sich, Sportwissenschaft in Wien zu studieren. Sport und Studium zu kombinieren, das fiel nicht immer einfach: „Anfangs war es sehr schwierig für mich, was aber sicher an meiner damaligen Einstellung lag. Im Grunde habe ich das Studium nur begonnen, um mir die Zeit für den Sport nehmen zu können und meine Karriere voranzutreiben.“

Zu Studienbeginn holte er sich daher Unterstützung von KADA – besonders, um die lästige Bürokratie rund um Freistellungen für Turniere zu bewältigen: „Vor allem am Anfang, wenn man die Lehrveranstaltungsleiterinnen und -leiter noch nicht so gut kennt, hilft es, da den offiziellen Weg zu gehen. Darüber hinaus habe ich von KADA in einigen Detailfragen hilfreiche Tipps erhalten.“

Die Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten packte den Kickboxer erst gegen Ende des Bachelorstudiums, dann aber richtig: „Ich habe die Praxislehrveranstaltungen und meine Forschungstätigkeiten sehr genossen. Bei letzterem wurden mir nämlich viele Freiheiten gelassen, nicht zuletzt, weil ich durch meine Kontakte viele Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zu meinen Testungen bringen konnte. Dadurch wurde meine wissenschaftliche Neugier geweckt und es sind ein paar Publikationen entstanden.“

Inzwischen befindet er sich im Doktoratsstudium, das er an der Uni Wien und dem Royal Melbourne Institute of Technology absolviert. Die Erkenntnisse aus seinen Forschungsarbeiten lässt er in sein Start-up ISTec Innovative Sport Technologies einfließen, das er 2015 gegründet hat: „Die ISTec beschäftigt sich vorwiegend mit Forschung und Entwicklung im Sport. Beispielsweise haben wir kürzlich den ersten direkt schlagkraftmessenden Boxhandschuh entwickelt und sind kurz vor dem Marktstart. Andere Projekte umfassen ein von mir erfundenes Sportgerät zur Erweiterung der Beweglichkeit im Hüftbereich, welches ich derzeit im Zuge meiner Dissertation teste, sowie ein E-Learning System für alle Rollen im Kampfsport.“

Dabei greift er auch auf die beruflichen Erfahrungen zurück, die er im Laufe seiner Lehrjahre gemacht hat: „Meine vielseitigen Ausbildungen helfen mir beim Verständnis in vielen Gebieten, die ich nicht beherrsche. Ein Handwerklicher Beruf schärft beispielsweise die Vorstellungskraft für Maschinenbautätigkeiten, oder die technische Ausbildung hilft zu verstehen, was man mit Software alles machen kann, wenngleich ich selber kaum Programmieren kann.“

Über Dreharbeiten und Zukunftsprojekte

Die verschiedenen Stationen in seinem beruflichen Werdegang hat Dominik Hölbling nicht konkret geplant. Stattdessen haben sich die Dinge im Lauf der Zeit so für ihn ergeben, nachdem er immer wieder bereit war, Neues auszuprobieren. 2015 verschlug es ihn sogar in die Kreativbranche, als er zu einer Rolle in Max Hammels Kurzfilm The Dojo kam: „Im Grunde träumt jeder Kampfsportler mal davon, in einem Kampfsportfilm mitzuspielen. Vor einigen Jahren ergab sich für unseren Verein die Gelegenheit, gemeinsam mit der Film Uni einen professionellen Kurzfilm zu drehen. Ich habe eine der drei Hauptrollen gespielt und drei Monate dafür trainiert. Es war zwar richtig viel Arbeit und so ganz anders als echter Kampfsport, aber die Erfahrung war großartig und wir haben sogar ein paar Filmpreise erhalten.“

Gegenwärtig ist er mit seiner Dissertation beschäftigt und arbeitet auf den Marktstart seines Boxhandschuhs hin. Und wie schaut die sportliche Zukunft aus? „Ich bin gerade am Überlegen, ob ich nach Corona noch ein bis zwei Jahre Leistungssport machen oder mich auf meine Trainertätigkeiten fokussieren sollte. In dieser Beziehung bin ich noch eher unentschieden. Dadurch, dass ich bereits 32 bin, spielt es natürlich auch eine Rolle, wie lange Corona uns noch in Atem hält.“

Sein abschließender Rat für die Vereinbarung von Sport, Beruf und Bildung lautet, alle Vorhaben mit Entschlossenheit anzugehen und sich nicht von harter Arbeit, Rückschlägen oder vermeintlich leichter erreichten Erfolgen anderer abschrecken zu lassen: „Wenn man ganz nach oben kommen will, muss man jedes Ziel hoch genug setzen und dann erreicht man es eben oder nicht. Alle, die Großes leisten wollen, scheitern immer wieder einmal. Ansonsten wären ihre Ziele zu niedrig gesetzt. Unabhängig davon muss man es am nächsten Tag gleich wieder probieren, um sich immer weiterentwickeln zu können.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2014

Auch 2014 war wieder ein arbeitsreiches Jahr für KADA. International hielt uns das EU-Projekt TWIN auf Trab. Dabei schlossen sich Österreich – in Vertretung durch KADA –, die Niederlande, Großbritannien, Irland, Frankreich, Schweden und Finnland zusammen, um ein Netzwerk für Informations- und Erfahrungsaustausch über die Ermöglichung von Dualen Karrieren im Spitzensport zu schaffen. Währenddessen entstand in Österreich eine wegweisende Unterstützungsinitiative.

Neue Perspektiven für vereinslose Fußballspieler

Für viele ist es die schönste Nebensache der Welt, für manche verwirklicht sich sogar der Traum, Fußball zum Beruf zu machen. Der schnelllebige Profifußball ist durchzogen von vielen Höhen und immer wieder auch Tiefen, die es zu bewältigen gilt. Dabei kann sich die persönliche Situation rasch ändern, wenn durch Vereinslosigkeit die Grundlage für den Lebensunterhalt wegfällt.

2014 schlossen sich die Vereinigung der Fußballer (VdF), das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) und KADA zusammen und riefen das VdF-Camp für arbeitslose Fußballer ins Leben. Unter der sportlichen Leitung von Paul Gludovatz fanden sich im Sommer 23 Spieler zum ersten Camp im VIVA Landessportzentrum Steinbrunn im Burgenland ein. Neben täglichen Trainingseinheiten standen auch Testspiele auf dem Programm. Somit sollte für die nötige Fitness und Spielpraxis gesorgt sein, um sich für einen neuen Verein zu empfehlen.

Gruppenfoto beim ersten VdF-Camp 2014

Den zweiten großen Schwerpunkt des Trainingslagers bildete die Bildungs- und Berufsberatung durch KADA. In individuellen Gesprächen mit Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern hatten die Spieler die Möglichkeit, sich bewusst mit der Zeit nach der aktiven Karriere auseinanderzusetzen und einen konkreten beruflichen Zukunftsplan zu erstellen. Neben Potenzialanalysen gab es Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die schon parallel zum Fußball absolviert werden können. Für alle, die einen Ausstieg aus dem Profifußball ins Auge fassten, leistete KADA Entscheidungshilfe bei der Um- oder Neuorientierung und unterstützte bei der Suche nach Arbeitsplätzen oder Praktikumsstellen.

Das erste VdF-Camp stieß auf großen Anklang und so wurde die Kooperation zwischen VdF, AMS und KADA in den folgenden Jahren fortgesetzt. Seit 2018 können die Camp-Teilnehmer zusätzlich zu Training und Laufbahnberatung Weiterbildungskurse in den Bereichen Wirtschaft oder EDV belegen. Diese werden von Bildungspartner Wirtschaftsimpulse angeboten. Bei der inzwischen sechsten Auflage 2019 fanden 56% der Teilnehmer bereits während des Trainingslagers einen neuen Verein. Sechs Monate später waren es schon 85%, die wieder unter Vertrag genommen wurden, sich in Ausbildung befanden oder einen Arbeitsplatz innehatten. Auch wenn die Abhaltung des für 2020 geplanten VdF-Camps Corona-bedingt noch offen ist, freuen wir uns auf eine hoffentlich baldige Fortführung dieser Erfolgsgeschichte.

Beatrix Arlitzer blickt zurück auf 10 Jahre KADA

Sportbegeisterte Lösungsfinderin

Beatrix Arlitzer betreut seit 2013 unsere KADAthletes in der Steiermark. Dabei hätte alles ganz anders kommen können, denn ursprünglich hat sie eine Lehre zur Tischlerin gemacht. Dass ihr Weg sie schlussendlich in die Beratungstätigkeit führen sollte, kam aber nicht von ungefähr: „Bereits in meiner Lehrzeit sind meine Arbeitskollegen mit Problemen zu mir gekommen und so stellte ich früh fest, dass ich eine Gabe habe, zu kommunizieren und Menschen dabei zu unterstützen, lösungsorientiert nach vorne zu schauen und persönliche Fortschritte zu erreichen – sozusagen der Vorreiter des mentalen Coachings.“

Heute ist Beatrix selbstständige Unternehmensberaterin, Mentaltrainerin und Wirtschaftscoach. Mit ihrem Unternehmen Arlitzer Mental beschäftigt sie sich mit Themen wie Leadership, Arbeitsmotivation, Leistungserbringung und Prozessoptimierung, um nur einige zu nennen. Der Kontakt zu KADA kam über ihren damaligen Lehrsupervisor und jetzigen Laufbahnberatungs-Kollegen, Franz Wendler zustande. Damals suchte sie Interviewpartner für ihre Abschlussarbeit über Coaching im Hochleistungssport und wurde bei KADA in doppelter Hinsicht fündig: „Bei den Gesprächen mit Athletinnen und Athleten war ich fasziniert von der positiven Energie und Einstellung, mit der sie an ihren Zielen arbeiten. Schwupps, war das innere Feuer entfacht, mein Bestes zu geben, um sie dabei zu unterstützen.“

Beatrix Arlitzer

Die Rolle als Laufbahnberaterin

In ihrer Freizeit ist Beatrix selbst sportlich aktiv. War sie früher viel mit BMX- oder Rennrad unterwegs, so ist sie heute vorrangig beim Klettern oder Motorradfahren zu finden. Als Laufbahnberaterin betreut die Steirerin Athletinnen und Athleten, die neben dem Spitzensport Bildung oder Beruf nachgehen. Dabei beeindruckt sie der unbändiger Wille, immer das Bestmögliche zu geben und die Bereitschaft, auf Vieles zu verzichten, um Höchstleitungen abrufen zu können.

„Das sind einzigartige Eigenschaften und Fähigkeiten, die später einen Mehrwert am Arbeitsmarkt hergeben. Sportlerinnen und Sportler haben in unterschiedlichen Lebensphasen verschiedenste Herausforderungen zu meistern. Das ist eine permanente Gratwanderung und da ist aus meiner Perspektive der persönliche Austausch und ganzheitliche Betreuung wichtig. Ich persönlich beschreibe mich in meiner Rolle als Laufbahnberaterin öfters als ‚Hintergrundprogramm‘, das bei Notwenigkeit aktiviert wird und auch mal erinnert bei Vereinbarungen oder zu langen Abständen. Einmal aktiviert arbeitet es so lange es hilfreich ist und begibt sich danach wieder in den „Standby“ Modus bis zur nächsten Aktivierung.“

Von neuen Möglichkeiten und Motivationshilfen

In ihrer Zeit bei KADA hat Beatrix viele Weiterentwicklungen beobachtet: „Durch die stetige Erhöhung des Bekanntheitsgrades von KADA kommen Sportler jetzt proaktiver auf KADA zu und nützen diese einzigartige Möglichkeit der Unterstützung. Signifikant verändert hat sich meiner Ansicht auch das Angebot der Online-Studiengänge, wobei hier gute Beratung sehr hilfreich ist, um ‚Schnellschüsse‘ zu vermeiden. Wertvoll ist für mich als Laufbahnberaterin die Möglichkeit, mittlerweile bereits angehende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler nach Schulabschluss abholen zu können, um die Thematik der Dualen Karriere fix zu verankern, ohne dass die sportliche Leistung darunter leidet.“

Auch die eine oder andere Anekdote ist Beatrix in Erinnerung geblieben und  bringt sie heute noch zum Schmunzeln: „Am witzigsten finde ich, wenn mich Athletinnen und Athleten darum bitten, ihnen ‚in den Hintern‘ zu treten damit sie beispielsweise für die Berufsreifeprüfung oder Matura lernen und dran bleiben – weil sie wissen, dass alleine lernen nicht ihre Stärke ist.“

Sabrina Filzmoser (Judo)

Aus Neugier zu neuen Herausforderungen

Sabrina Filzmoser ist schon lange erfolgreich im Spitzensport unterwegs und hat dabei so einiges erlebt. In der Gewichtsklasse bis 57 kg ist sie zweifache Europameisterin, trägt österreichische Staatsmeistertitel und hat zahlreiche weitere Top-Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften geholt. Die unbändige Begeisterung für ihren Sport ist ihr trotz Rückschlägen nach wie vor zweifelsfrei anzumerken.

Es gab viele wunderbare Momente aber auch viele Tiefschläge und schmerzliche Niederlagen. Die prägendsten, emotionalsten Siege waren immer, wenn ich zuerst ganz tief unten war und mich wieder nach oben gearbeitet habe. Denn dann ist absolut nichts selbstverständlich. Ich versuche aber stets, den Moment zu leben und zu genießen. Das tagtägliche Training, die Herausforderung, der nötige Mut, die ständige Horizonterweiterung und der Drang, sein Potenzial auch wirklich auszuschöpfen… das alles treibt mich ungemein an“.

Umfassende Ausbildungszeit

Noch beeindruckender erscheinen ihre Erfolge, wenn man bedenkt, dass sie sich nicht ausschließlich auf Spitzensport konzentriert. Nach ihrem HTL Abschluss legte sie einen MBA mit Japan-Schwerpunkt ab. Darauf folgte ein Doktoratsstudium in internationalem Management. An ihre Studienzeit erinnert sich die Judoka gerne zurück: „Ich habe die Freiheit genossen das zu tun, was mir Freude bereitet. Es war mir bewusst, dass ich meine Träume verwirklichen kann und darf, auch wenn der Weg durchs Studium oft steinig war.“

Entscheidend war für sie die gute Selbstorganisation: „Es ist mir bereits in der HTL geglückt, recht zeitig frühmorgens aufzustehen, um zu trainieren und den Tag zu nutzen. Genauso habe ich das auch später immer wieder gut hingekriegt. Verletzungen gaben mir oft ein Mehr an Zeit, somit auch die nötige Ruhe, Ablenkung und die Möglichkeit, den Geist zu fordern und zu fördern.“

Von 2013 bis 2018 wurde Sabrina Filzmoser auf ihrem Bildungsweg von KADA begleitet. Durch die Unterstützung fühlte sie sich in ihrer Entscheidung für eine Duale Karriere bestärkt: „Schon in meiner Zeit im Heeressportzentrum gab es immer wieder KADA-Vorträge mit hilfsbereiten, wegweisenden Ansprechpartnern. KADA hat mir die Sicherheit vermittelt, auf dem richtigen Weg zu sein, nämlich neben dem Sport auch die geistige Entwicklung zu fördern.“

Für Sabrina Filzmoser setzte sich die Ausbildungszeit aber auch nach dem Studium fort. Aktuell befindet sie sich in der Ausbildung zur Polizistin, denn: „die Polizei ermöglicht mir, meinen Sport professionell ausüben zu können und fördert meine Zukunftsperspektiven.“ Dazu ist sie Fixed-Wing-Berufspilotin und macht zusätzlich gerade den Helikopterschein.

Unermüdliche Abenteurerin

Und auch damit ist längst noch nicht alles über die Oberösterreicherin gesagt. Als Athletensprecherin vertritt Sabrina Filzmoser den Österreichischen Judoverband in der International Judo Federation (IJF). Darüber hinaus engagiert sie sich mit dem Hilfsprojekt „Judo for Peace“ für Waisenkinder in Nepal und Bhutan. Und auch abseits des Judo sucht sie die sportliche Herausforderung, ob bei der Besteigung von 8.000er Gipfeln oder der bei Teilnahme an anspruchsvollen Mountainbike-Rennen wie dem berüchtigten „Yak Attack“ in Nepal. Zeitlich zurecht kommt sie, indem sie einem einfachen Grundsatz folgt: „Ich lebe im Augenblick. So habe ich immer genau die Zeit für das, was ich gerade mache. Das ist schon schwer genug und ich bin demütig, dass mir das bislang ganz gut gelungen ist.“

Doch woher kommt diese Energie und Entschlossenheit, sich so vielen Dingen gleichzeitig zu widmen? „Träume, die ich verwirklichen will, konkretisieren sich schnell als Ziele. Wenn sie erst als Herausforderungen in meinem Kopf festgebrannt sind, dann bin ich echt stur. Oft sind auch die Neugier und das Abenteuer die Triebfeder.“ Nicht unüberraschend lautet daher ihr Rat an alle, die Spitzensport mit Bildung oder Beruf verbinden möchten: „Setzt euch nicht nur die realistischsten Ziele sondern habt Mut, nach den Sternen zu greifen!“

Sportliche Ziele und Zukunftsvorstellungen

Das nächste sportliche Ziel ist für Sabrina Filzmoser klar, sie peilt ihre bereits vierte Olympiateilnahme an. Die Sommerspiele in Tokio 2021 haben dabei einen besonderen Stellenwert für sie: „Der Judosport kommt aus Japan und ist dort so tief in der japanischen Seele verankert wie bei uns der Skisport. Seit 23 Jahren trainiere ich mindestens zweimal im Jahr für einige Wochen dort. Mich prägt eine überaus tiefe Verbundenheit zu den Menschen, zu Freunden, zur Kultur und der wundervollen, vielfältigen Landschaft.“

Was sie nach ihrer sportlichen Karriere einmal machen möchte, lässt sie sich offen. An Ideen und Vorstellungen mangelt es ihr aber nicht: „Auf jeden Fall möchte ich die Himalaya-Entwicklungsprojekte vorantreiben und dazu den Helikopter-Berufspilotenschein fertigmachen, um das benötigte Equipment für die Projekte irgendwann mal selbst rauffliegen zu können. Gerne würde ich weitere 8000er-Expeditionen machen und neue Länder und Kulturen erkunden. Ich möchte auch weiter in der IJF-Athletenkommission mithelfen und den Athletinnen und Athleten eine Stimme für Gleichberechtigung, Toleranz und gegen Rassismus geben. Auch Im österreichischen Judo-Verband möchte ich die nächste Generation unterstützen und neue Perspektiven und Möglichkeiten für sie schaffen.“

Wofür sie sich auch entscheidet, eines steht fest: ihre vielfältigen Erfahrungen werden sie bestens darauf vorbereiten.

Vielen Dank für das spannende Gespräch!

KADA Job Market

Offene Stelle bei KNOX Versicherungsmanagement

Tirol

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Viel Glück bei deiner Bewerbung!

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2013

2013 begann für KADA mit einem Führungswechsel an der Vereinsspitze. Der bisherige Vizepräsident DDr. Christoph Schmölzer löste Präsidentin Mag. Vera Lischka nach drei Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit ab. Dass die Bemühungen der vergangenen Jahre Früchte trugen, zeigte sich an vielen wachsenden Projekten. Etwa im Rahmen von Studium Leistung Sport (SLS) begleitete KADA immer mehr Athletinnen und Athleten durch Studium und Weiterbildung. Auch die im Vorjahr eingeführte Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) wurde sehr gut angenommen. Waren es zu Beginn noch acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kamen 2013 vierzehn Neuanmeldungen dazu. Darüber hinaus führte KADA die engen Kooperationen mit (Hoch-)Schulen, Verbänden und Bundesheer fort, um gemeinsam die Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf für österreichische Athletinnen und Athleten voranzutreiben.

DDr. Christoph Schmölzer und Mag. Vera Lischka

Frühzeitige Förderung

Es ist ein langer und herausfordernder Weg in den Spitzensport für heimische Nachwuchshoffnungen. KADA verfolgt den Ansatz, aufstrebende Talente schon in jungen Jahren in Sachen Karriereplanung und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Ziel ist es, dass sich angehende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler am Ende der Schulausbildung aktiv mit Bildungs- und Berufsmöglichkeiten parallel zum Spitzensport auseinandersetzen, damit ihnen alle Entfaltungsmöglichkeiten offenstehen. In aufbauenden Workshops an Schulen, Heeressport- und Nachwuchsleistungssportzentren werden sie mit Informationen zu Bildungsprogrammen, Berufsperspektiven und KADAs Betreuungsangebot versorgt. Viele von ihnen begleitet KADA auf ihrem weiteren dualen Karriereweg. Ein großes Anliegen ist es, Eltern, Trainer- und Betreuerstäbe, Vereine und Verbände sowie Politik und Wirtschaft auf die Wichtigkeit der doppelten Laufbahn zu sensibilisieren.

Ein derartiges Förderprojekt wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Sportland Oberösterreich umgesetzt. An „Sport mit Perspektive in OÖ“ waren auch das Olympiazentrum Oberösterreich, die Fußballakademien Linz und Ried und die Leistungssportschulen BORG und BHAS Linz beteiligt.

Internationale Vorbildwirkung

KADA begleitet Athletinnen und Athleten durch die aktive Laufbahn im Sport und leistet auch danach Unterstützung bei der beruflichen Integration. Das ist der engen Zusammenarbeit mit dem Fördergeber Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) zu verdanken. International stößt dieser recht einzigartige Umstand seit langem vielerorts auf großes Interesse. 2013 empfing KADA neben Vertretern des chinesischen Olympischen Komitees auch das Japan Sport Council und gab Einblicke in das österreichische Konzept zur Förderung der Dualen Karriere. Besonders im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio wollte sich die japanische Delegation österreichische Erfahrungen und Erkenntnisse für das eigene Fördersystem zunutze machen.

Empfang der japanischen Delegation im KADA Head Office

Im November folgte KADA einer Einladung des brasilianischen Sportministeriums nach Brasilia. Bei der dortigen Dual Career Conference informierte KADA über seine Arbeitsfelder Prävention, Laufbahnberatung und Berufseinstieg und stellte das Studienkonzept Studium Leistung Sport (SLS) vor.

Beate Schrott (Hürdenlauf)

Zielstrebig über alle Hürden

Anfang 2012 begrüßt KADA eine besondere Athletin zum Erstgespräch: Hürdenläuferin Beate Schrott. Es ist der Beginn eines außergewöhnlichen Jahres voller sportlicher Ausrufezeichen für sie. Auf Bronze bei der Leichtathletik EM in Helsinki folgen die Aufstellung des gegenwärtigen ÖLV-Rekords über 100m Hürden, ihre sensationellen Auftritte bei den Olympischen Spielen in London sowie Auszeichnungen bei der Gala Nacht des Sports. Keine Frage also, dass Beate Schrott unsere KADAthlete Story 2012 ist.

Von Erfolgen und Lehrstunden

Es sind der Spaß am Hürdenlauf und der Ehrgeiz, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, die Beate Schrott zu Höchstleistungen antreiben. Seit 2010 ist sie durchgehend unter den Top zwei Hürdenläuferinnen in Österreich zu finden. Unvergessen bleiben vor allem ihre herausragenden Leistungen bei den olympischen Sommerspielen 2012. Damals erreichte sie nach dem überraschenden zweiten Platz im Halbfinallauf den achten Rang im Finale.

„Ich habe in meiner Sportkarriere glaube ich nichts so sehr genossen wie die Olympischen Spiele in London – vor allem als mein Wettkampf vorbei war und Druck und Stress abgefallen sind. Das waren wahrscheinlich die unbeschwertesten Tage meines Lebens. Ich kann mich noch erinnern, dass wir direkt vom Stadion sofort in eine Bar gegangen sind, um zu feiern. Ungeduscht und im Wettkampf-Outfit. Erst als ich nach Hause gekommen bin, wurde es ein bisschen stressig mit Anfragen und Verpflichtungen. Aber ich durfte danach bei ein paar richtig coolen Wettkämpfen starten wie dem Diamond League Meeting in Zürich. 2012 war für mich ein ganz besonderes und unheimlich schönes Jahr.“

Abseits solcher Glanzmomente sind für sie aber auch schwierige Phasen sehr wertvoll: „Persönlich bin ich am meisten an den – aus sportlicher Sicht – schlechtesten Jahren meiner Karriere gewachsen. Ich glaube, dass Verletzungen und Niederlagen für meine Persönlichkeitsentwicklung wesentlich wichtiger waren als Erfolge. Insofern bin ich sehr dankbar, dass sie passiert sind. Jeder Rückschlag hat mich genau dorthin gebracht, wo ich heute bin.“

Wie sich Studium und Spitzensport ergänzen

Und hier steht sie heute, als erfolgreiche österreichische Athletin und Doktorin der Humanmedizin – richtig gelesen! 2006 inskribierte sie an der MedUni Wien. Es war ein Zeitpunkt, zu dem für die Niederösterreicherin ein derartiger Erfolgslauf nicht absehbar war. Doch wie ließ sich das aufwendige Medizinstudium mit ihrem intensiven Trainings- und Wettkampfkalender unter einen Hut bringen?

„Wir hatten im Studium Jahresprüfungen. Etwa die letzten drei Monate vor der Prüfung hatte ich eigentlich überhaupt keine Freizeit mehr. Aber selbst in dieser Zeit haben sich Sport und Studium gut ergänzt. Wenn mir der Kopf vom Lernen rauchte, bin ich trainieren gegangen und wenn ich vom Training körperlich müde war, habe ich wieder gelernt. Die wichtigsten Wettkämpfe fielen außerdem in die Sommerferien. Auf eine komische Art und Weise hat mir diese Tagesstruktur mit Uni und Training extrem viel Stabilität gegeben und mir dabei geholfen, gute Leistungen zu erbringen.“

In dieser intensiven Zeit begleitete KADA Beate Schrott durch das Studium und verhalf ihr 2016 auch zu einem Job als Projektmanagerin und Trainerin im Health Performance Lab von Maschkan & Kux Sports Consulting: „Dafür bin ich extrem dankbar. Mittlerweile kann ich vom Sport nicht mehr leben, was es notwendig gemacht hat, nebenbei arbeiten zu gehen. Mein Job ist einfach ideal für mich, weil ich aufgrund der flexiblen Zeiteinteilung nach wie vor trainieren und auf Wettkämpfe fliegen kann. Und ich lerne extrem viel dazu, was mir unheimlich Spaß macht.“

Unbeirrtes Organisationstalent

Leistungssport, Studium und Beruf zu balancieren ist eine große organisatorische Herausforderung. Bei Beate Schrott ist augenscheinlich, dass sie äußerst entschlossen und strukturiert an ihre Ziele herangeht. Für 2020 hatte sie geplant, mit einer letzten Hallen- und Freiluftsaison sowie den Großereignissen Olympia und Leichtathletik-EM ihre Sportkarriere abzuschließen. Aber die Corona-Krise hat ihre Pläne gehörig durcheinandergebracht.

„Die ersten paar Wochen ist es mir gar nicht gut damit gegangen. Ich hatte so viel Frieden mit dem Plan, 2020 meine letzte Wettkampfsaison zu bestreiten, im Herbst zu heiraten, auf Hochzeitsreise zu fliegen, 2021 ein neues Kapitel aufzuschlagen und eine Facharztausbildung zu beginnen. Als ich gemerkt habe, dass dieser Plan nach und nach zerbröckelt, war das schon sehr schwierig für mich. Aber das lehrt mich einfach noch mehr, auf Gott zu vertrauen und auf den Plan, den er für mein Leben hat.“

Während die Entscheidung über ihre Karrierefortsetzung noch aussteht, ist klar, dass Beate Schrott dem Sport auf jeden Fall verbunden bleiben wird. Zum Beispiel durch das Projekt Athletic Girls, bei dem sie an Schulen Leichtathletik-Trainings für junge Mädchen abhält: „Es ist immer wieder cool zu sehen, wie die Mädchen sich selbst überraschen, wenn sie über die Hürden springen – obwohl sie sich das gar nicht zugetraut hätten. Mit Menschen in Berührung zu kommen und ihnen Freude an der Bewegung vermitteln zu dürfen, bereitet mir viel Freude. Es erfüllt mich, ihnen dabei zu helfen, zu einem gesünderen und fitteren Lebensstil zu finden.“

Welche Projekte auch in Zukunft anstehen – wir dürfen gespannt sein und wünschen Beate Schrott alles Gute dafür!

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2012

KADA wächst! 2012 waren weiterhin alle Bemühungen darauf ausgerichtet, die persönliche und bedürfnisgerechte Unterstützung von österreichischen Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern bundesweit zu ermöglichen. So konnte KADA die bewährte Zusammenarbeit mit Sportfachverbänden und Hochschulen ausweiten und auch das Laufbahnberatungsteam wurde vergrößert. Unter den Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater haben viele selbst einen Hintergrund im Spitzensport und sie bringen geballte Erfahrung aus der Bildungs- und Berufsberatung mit.

Währenddessen gab es auch auf internationaler Ebene ein Highlight: Im Rahmen der Olympischen Jugendwinterspiele in Seefeld beteiligte sich KADA an einem EU-Projekt zur Förderung der Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf. KADAs Unterstützungsmodell fand dabei so viel Anklang, dass seitens der Deutschen und Südtiroler Sporthilfe sowie des polnischen Sportministeriums Anfragen folgten, tiefere Einblicke in KADAs Arbeitsweise zu erhalten.

2012 bleibt uns aber speziell aus einem Grund in Erinnerung: es war das Jahr, in dem die Beratungseinrichtung KADA auch zu einem Bildungsanbieter geworden ist.

Die Berufsreifeprüfung im Leistungssport

Lange Schultage mit fixen Stundenplänen auf der einen Seite, intensive Trainings und unverschiebbare Wettkampftermine auf der anderen – das klingt nicht nur schwer koordinierbar, sondern ist es auch. Dabei ist die Reifeprüfung als Hochschulberechtigung der Schlüssel zu vielversprechenden Bildungs- und Berufsperspektiven. 2012 nahm KADA daher das große Projekt in Angriff, ein eigenes Bildungsangebot zu schaffen, das den besonderen Bedürfnissen von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern bestmöglich entgegenkommt.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober mit dem damaligen Direktor Mag. Peter Slanar und dem Lehrpersonal der BHSAK Wien 10

Im Sommer war es dann so weit, der erste Jahrgang startete in die Vorbereitungskurse für die neue Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP). Dabei wird Flexibilität ganz großgeschrieben. Die Kurse für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und den exklusiven Fachbereich Sportmanagement können in beliebiger Reihenfolge besucht werden. Auch die Ausbildungsdauer ist individuell bestimmbar. Die Lerneinheiten finden teils online und teils als Präsenzunterricht an den Standorten Wien, Salzburg und inzwischen auch Stams statt. Mit Ablegung der vier Teilprüfungen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine vollwertige, in Österreich gesetzlich anerkannte Matura. Die ersten Absolventinnen und Absolventen schlossen die BRP erfolgreich im März 2015 ab. Seitdem ist die BRP ein unverzichtbarer Baustein in KADAs ganzheitlichem Bildungs- und Beratungsangebot.

Weitere Informationen zum Ablauf und  den Zugangsvoraussetzungen gibt es hier.