10 Jahre KADA

10 Jahre KADA Rückblickserie

Roswitha Stadlober zu 10 Jahren KADA

KADA ohne Roswitha Stadlober kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Als Gründerin und Geschäftsführerin ist sie jeden Schritt des Weges in der Vereinsgeschichte mitgegangen und hat KADA zu der Institution geformt, die sie heute ist. Früher selbst aktive Skirennläuferin, engagiert sich Roswitha schon seit 2006 für die Vereinbarkeit von Spitzensport, Bildung und Beruf. Anlässlich unsers Jubiläums von zehn Jahren KADA blickt die zweimalige Slalomweltcup-Gewinnerin und Vizeweltmeisterin von 1987 zurück auf einige herausragende Momente der vergangenen Jahre, von den frühen Anfängen bis heute:

Es war ein erster emotionaler Höhepunkt, als es am 1. April 2010 endlich so weit war und wir in die Büroräumlichkeiten des Fußballstadions Wals-Siezenheim einzogen, um von dort aus als Verein KADA österreichische Sportler*innen bei ihrem Plan B abseits der Sportkarriere zu unterstützen. Denn, als ich vier Jahre zuvor mit dem Vorgängerprojekt KA:DA begonnen hatte, Athlet*innen beim Übergang in das nachsportliche Leben zu begleiten, wurde schnell klar: Es ist immens wichtig, sich schon während der aktiven Sportkarriere Gedanken über die Zukunft zu machen und anzufangen, ein zweites Standbein aufzubauen.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober

„Sport mit Perspektive“ lautet unser Motto von nun an für die drei Leistungssäulen Beratung, Qualifizierung und Jobvermittlung. Voller Tatendrang war das KADA Team national für Spitzensportler*innen im Einsatz. Und auch die Vorstandsmitglieder leisteten wertvolle Beiträge. So schrieb Dr. MMag. Marc Brabant mit dem Buch „Mein Kind im Sport“  einen Ratgeber für Eltern, deren Kinder sich dem Leistungssport verschrieben haben.

Bald schon setzte KADA erstmals einen Fuß durch die internationale Tür, damals in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, welche die Duale Kariere im Spitzensport als Schwerpunktthema ausgerufen hatte. Über die Jahre wurde KADA zum Role Model für Länder, in denen sich die Duale Karriere erst im Aufbau befand. Stolz macht mich, dass das erste KADA Sujet für die Leitlinien der EU Kommission am Cover zu sehen ist und dass KADA mit dem Erasmus+ Projekt AtLETyC wesentlich zur  Entrepreneurship-Ausbildung für Spitzensportler*innen beigetragen hat.

Ein wesentlicher Meilenstein war die Einführung der Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP). Hier wurde viel Zeit, Hirnschmalz und Herzblut investiert. Rückblickend eine Erfolgsgeschichte, bei der man anfangs nicht genau absehen konnte, wohin diese Reise gehen würde. Dementsprechend emotional war der Augenblick, als die ersten Absolventen*innen ihr Berufsreifezeugnis in Händen hielten. Die Wichtigkeit, sich für die Schaffung dieser Bildungsmöglichkeit einzusetzen, wurde mehr als bestätigt. Das Portfolio an Unterstützungsangeboten weitete sich mit dem Förderprogramm Studium. Leistung. Sport. aus, das heute sicherlich zum USP von KADA zählt.

KADA war immer wieder eingeladen, Bildungsangebote mitzugestalten. So zum Beispiel Health Basic for Athletes, einen spitzensportfreundlicher Online-Lehrgang im Gesundheitsbereich am Ausbildungszentrum West (AZW) in Innsbruck. So entstanden österreichweit viele für unsere Sportler*innen gewinnbringende Partnerschaften mit unterschiedlichsten Bildungsinstitutionen. Einige Kooperationen werden seit 2019 im Rahmen des Klub KADA intensiviert.

„Erfolg ist eine Treppe und keine Tür“, sagte schon Albert Einstein. Aufgrund der stetigen Weiterentwicklung  und des Wachstums von KADA übersiedelten wir 2016 ins jetzige Head Office in der Alpenstraße Salzburg und dies war ein weiterer emotionaler Höhepunkt.

Meine Vision war und ist es weiterhin, österreichischen Sportler*innen mit KADA Bildungswege zu ermöglichen, sie in der Vereinbarkeit von Sport mit Ausbildung oder Beruf zu begleiten und damit zu zeigen, dass eine erfolgreiche Sportkarriere und eine fundierte Berufsausbildung kein Widerspruch sind. Kein entweder oder, sondern dual. Auf dieser Reise hatte ich viele spannende Begegnungen, ein großartiges Team und Menschen, die immer an meine Vision geglaubt haben. Wo sind diese zehn Jahre geblieben, die mich als Mutter der KADA Kompanie geprägt haben? Mit großem Dank blicke ich auf diese schöne Zeit zurück und freue mich, auch in Zukunft für österreichische Sportler*innen Ansprechpartnerin in Bildungs- und Berufsfragen zu sein.

Daniel Ott-Meissl zu 10 Jahren KADA

Verlässlicher Orientierungshelfer

Anfang 2019 begrüßte KADA mit Daniel Ott-Meissl einen Neuzugang für das Laufbahnberatungs-Team in Ostösterreich. Als hauptberuflicher Arbeits- und Organisationspsychologe beschäftigt sich Daniel schwerpunktmäßig mit Themen wie Life-Balance oder Stressprävention – Themen, die auch in der Laufbahnberatung immer wieder gefragt sind. Durch Personen aus seinem näheren Umfeld hatte er schon vor seiner Zeit bei KADA Berührungspunkte mit den besonderen Voraussetzungen, die eine Laufbahn im Spitzensport prägen: „Diese persönlichen Verbindungen haben mir früh vor Augen geführt, vor welchen Herausforderungen insbesondere junge oder ehemalige Athletinnen und Athleten einmal potentiell stehen, wenn es um die Vereinbarkeit von Ausbildung und Sport, die berufliche Qualifizierung oder um den späteren Übergang ins Berufsleben geht.“

Daniel Ott-Meissl, Msc.

Bei KADA hat er sich dementsprechend leicht eingefunden. „Meine hauptsächliche Aufgabe sehe ich darin, als bereichsübergreifende Schnitt- und Anlaufstelle zu fungieren. Genauer gesagt möchte ich für sämtliche Anliegen rund um die individuelle Entwicklung von Bildungs- und Berufslaufbahn zur Verfügung stehen und insbesondere zu mehr Orientierung verhelfen“, beschreibt Daniel seine Tätigkeit. „Mein Zugang zur Laufbahnberatung beinhaltet, individuelle Motivation, Eigenschaften und Ziele systematisch zu erheben. Daraus leite ich Unterstützungsangebote ab. Schließlich steht es den Athletinnen und Athleten frei, diese oder weitere Unterstützung anzunehmen.“

Von persönlichem Wachstum und besonderen Meilensteinen

Knapp zwei Jahre lang ist Daniel schon bei KADA. Im unmittelbaren Umfeld des Spitzensports fühlt er sich mit seiner Arbeit sichtlich gut aufgehoben: „Diese Verbindung von Spitzensport, Coaching, Bildungs- und Berufsberatung hat mich sofort fasziniert. Die Zusammenarbeit mit Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern empfinde ich persönlich deswegen so besonders, weil ihr Mindset in der Regel unvergleichbar ist, gerade im jungen Erwachsenenalter. Das erlebe ich als inspirierend und erfrischend – einfach ansteckend!“

Bei seinen KADAthletes verfolgt er neben ihren Fortschritten in Sport, Beruf und Ausbildung auch genau  die persönliche Entwicklung: „Im Spitzensport ist etwa die Selbstregulation ohnehin eine zentrale Kompetenz, um langfristig erfolgreich zu sein. Ich beobachte bei vielen unserer Athletinnen und Athleten, dass durch die zusätzliche Anforderung im Rahmen einer mehrjährigen Ausbildung, wie beispielsweise eines Studiums, diese persönliche Kompetenz früh und effektiv gefordert und gefördert wird. Dieser Umstand dürfte für sämtliche Lebensbereiche eine positive Entwicklung begünstigen. Das Investment in eine Duale Karriere lohnt sich vielleicht nicht sofort, mittelfristig aber sehr wohl und langfristig besteht kein Zweifel daran.“

Besonders freut es ihn daher, wenn die Früchte dieser Arbeit sichtbar werden: „Es gibt unzählige kleine und große Momente, die wir in der Laufbahnberatung miterleben, begleiten oder zusammen feiern konnten. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn jemand eine wegweisende berufliche Orientierung für sich gefunden hat. Oder wenn großartige Meilensteine in Form von Abschlüssen der Berufsreife oder Studien erreicht werden – ich sehe ja aus nächster Nähe, wie viel Disziplin und Engagement dahinter stecken. Last but not least genieße ich stets jedes Zusammenkommen mit dem gesamten KADA-Team in Salzburg!“

Michaela Juvan zu 10 Jahren KADA

Sportbegeisterte Allrounderin

Michaela Juvan ist im Sport- und Gesundheitscoaching genauso beheimatet wie in der Pädagogik, im Mentaltraining oder in der Bewegungstherapie – eine echte Allrounderin eben! Und nicht nur ihr Berufsalltag, auch ihre Freizeit steht mit Hobbies wie Yoga, Alpin- & Wassersport ganz im Zeichen von Abwechslung und aktiver Bewegung. „Ich war schon als Kind immer sehr sportbegeistert und bewegungsaffin. Beruflich wie sportlich habe ich mich nie nur auf eine Sache konzentriert, sondern immer verschiedene Bereiche zugleich ausgeübt“, erzählt Michaela, die 2002 sogar Wakeboard-Staatsmeisterin wurde.

Seit 2019 verstärkt sie das KADA Team. Als Laufbahnberaterin ist sie für Sportlerinnen und Sportler in Kärnten zuständig: „Mein Ziel ist es, für meine KADAthletes etwas zu finden, das ihnen Freude bereitet; eine Ausbildung, die für sie Sinn macht, eine Fortbildung, die sie aktiv in ihr Leben integrieren können, oder eine berufliche Aussicht, die sie erfüllt und nicht nur Mittel zum Zweck ist. Natürlich ist der Weg nicht immer einfach – Stichwort Bürokratie – und auch die momentane gesundheitliche Krise hat den Sport verändert. Aber genau aus diesem Grund finde ich die Arbeit von KADA essenzieller denn je. Sich schon während der aktiven Karriere Gedanken über die Zeit danach zu machen, wird in Zukunft der einzig gangbare Weg im Spitzensport in Österreich sein.“

Zuhören, verstehen, unterstützen

In der Laufbahnberatung legt sie viel Wert auf den persönlichen Austausch: „Ein Kaffee, ein gemeinsamer Lauf oder Spaziergang und man ist gleich auf einer gemeinsamen Ebene. Mir ist es wichtig, genau hinzuhören, den Karriereverlauf und auch die Sorgen gut zu kennen. So findet man schnell den Punkt, wo es Unterstützung braucht. Insgesamt kommt es auf ein gutes Netzwerk an. Ich kann meine Sportlerinnen und Sportler nicht überall unterstützen, aber ich muss wissen, wer ihnen bei welchem Anliegen helfen kann.“

Für eine erfolgreiche Duale Karriere ausschlaggebend ist aus ihrer Sicht, dass man sich voll und ganz hinter seine Ziele stellt: „In erster Linie geht es sicherlich um viel Disziplin und Selbstorganisation. Ich merke, dass es gerade in Mannschaftssportarten nicht leicht ist. Es gibt so viele teaminterne Vorgaben, dass nicht viel Platz für Individualität bleibt. KADA hat hier die Aufgabe Mut zu machen, kombinierbare Ausbildungen anzubieten und unseren Sportlerinnen und Sportlern alle Möglichkeiten aufzuzeigen.“

Prägende Begegnungen

Wenn man Michaela zuhört, ist klar, dass sie in ihren Aufgaben bei KADA richtig aufgeht und viel für sich selbst mitnehmen kann: „Mich begeistert es immer wieder, Menschen in ihrem Leben zu begleiten, sei es als Trainerin, Führungskraft oder als Mutter. Ich bin begeistert von der Vielfalt, die die österreichische Sportwelt zu bieten hat und freue mich darauf, noch einige Wege begleiten zu dürfen.“

„Es sind immer wieder die Begegnungen, sei es mit den Leuten aus dem Team oder mit unseren Sportlerinnen und Sportlern, die mich jedes Mal aufs Neue faszinieren. Hanno Douschan konnte ich zum Beispiel in die Selbstständigkeit begleiten, Daniela Ulbing studiert als aktive Weltcupläuferin am MCI Betriebswirtschaft. Ich bewundere es, wenn ein Sportlerinnen und Sportler, die vor 20 Jahren die Pflichtschule abgeschlossen haben, nach der Karriere die Berufsreifeprüfung anstreben. Ich freue mich, wenn mich Trainerinnen und Trainer einladen, um mit Eltern darüber zu sprechen, wie wichtig die Schulausbildung neben dem Sport ist – egal ob jemand Profi wird oder nicht. In den letzten eineinhalb Jahren konnte ich einiges lernen und so viele tolle persönliche Entwicklungen mit ansehen.“

Michi, wir freuen uns, dich im KADA Team zu haben und wünschen dir weiterhin viel Freude in der Laufbahnberatung!

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2019

Wir nähern uns dem Ende unserer Reise durch KADAs zehnjährige Vereinsgeschichte. Ein Blick auf das Jahr 2019 verdeutlicht, wie viel sich seit der Gründung 2010 getan hat. 2019 nahmen 226 Sportlerinnen und Sportler aktiv am Studienförderprogramm SLS teil. An bundesweit elf Partnerhochschulen wurden sie von ihren Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberatern bei der Vereinbarung von Studium um Spitzensport unterstützt. 24 KADAthletes schlossen die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) ab. Damit stieg die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen seit Einführung der BRP-Kurse 2012 auf insgesamt 107. KADA war auch fleißig unterwegs und hielt 21 Workshops zur Bildungs- und Berufsorientierung an Schulen des Leistungssports und beim Österreichischen Bundesheer ab. Im Sommer fand die bereits sechste Auflage des VdF-Camps für vereinslose Fußballer statt, wobei KADA wie gewohnt die Karriereberatung übernahm und mit den Teilnehmern konkrete Zukunftsperspektiven erarbeitete.

Neben der Fortsetzung der vielen etablierten Unterstützungsangebote gab es 2019 mit der Gründung des Klub KADA eine besondere Neuerung. Der Klub KADA versammelt spitzensportfreundliche Bildungsanbieter und Arbeitgeber, die mit ihren bedürfnisgerechten Berufs- und Bildungsmöglichkeiten österreichischen Athletinnen und Athleten eine Duale Karriere ermöglichen. Durch das soziale Engagement der Ausbildungsstätten und Wirtschaftstreibenden können sich Athletinnen und Athleten neben dem Sport weiterbilden, persönlich weiterentwickeln und beruflich Fuß fassen. Nach der KMU Akademie und Management AG und der BILDAK konnte KADA 2020 mit der Privatuniversität Schloss Seeburg einen weiteren langjährigen Bildungspartner als Klubmitglied dazugewinnen. Alle drei zeichnen sich durch flexible Bildungsprogramme aus, denen Sportlerinnen und Sportler weitgehend zeit- und ortsunabhängig nachgehen können.

Veränderungen im Vereinsvorstand

Bei der Hauptversammlung im Juli 2019 wurde Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer, MBA, zur neuen KADA Präsidentin gewählt. Als Vizepräsident steht ihr der langjährige Finanzreferent Mag. Jan Häuslmann zur Seite. Bestätig wurden auch Mag. Michael Ludwig (Finanzreferent Stv.), MMag. Dr. Marc Brabant (Schriftführer), Maga. Petra Kronberger (Schriftführerin Stv.), Dr. Thomas Hollerer (Beirat) sowie Mag. Thomas Schwab und Felix Reitsperger, LLM (Rechnungsprüfer).

Im Jubiläumsjahr 2020 zieht Präsidentin Alexandra Meissnitzer Bilanz und gibt eine klare Richtung für die Zukunft des Vereins vor: „KADA hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer wesentlichen Serviceeinrichtung für den österreichischen Spitzensport entwickelt. Sportlerinnen und Sportler können sich darauf verlassen, dass sie auf ihrem Bildungs- und Berufsweg in jeglichen Anliegen unterstützt und gefördert werden. Es freut mich sehr, dass ich in meiner Funktion als Präsidentin einen Teil dazu beitragen kann. Die schwierigen letzten Monate haben einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in Anbetracht von unvorhersehbaren Entwicklungen ein zweites Standbein aufzubauen. KADA wird sich weiter tatkräftig dafür einsetzen, Spitzensport, Bildung und Beruf bestmöglich vereinbar zu machen.“

Vizepräsident Jan Häuslmann ist seit den Anfangstagen dabei und zeigt sich stolz auf das bisher Erreichte: „Als der Verein KADA im Jahr 2010 gegründet wurde, fanden sich unterschiedlichste Menschen, Expertinnen und Experten aus dem Bereich Sport zusammen, mit einem gemeinsamen Ziel: angehende, aktuelle und ehemalige SpitzensportlerInnen bei der dualen Karriere zu unterstützen. In den ersten zehn Jahren konnten hunderte in der Öffentlichkeit bekannte und weniger bekannte Spitzensportlerinnen auf ihr Berufsleben abseits des Sports vorbereitet werden. Eine Erfolgsgeschichte!“

Schriftführer Marc Brabant war ebenfalls schon Teil des ersten Vorstands 2010 und ist mit der Entwicklung des Vereins sehr zufrieden: „Zehn Jahre KADA – unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Ich habe in meiner aktiven Zeit selbst die Erfahrung gemacht, dass mein Studium ein wertvoller Ausgleich zum Eishockey war und mir viele Möglichkeiten für meine spätere Laufbahn eröffnet hat. Seit 2010 hat KADA stetig Fachwissen aufgebaut und kann Sportlerinnen und Sportlern heute österreichweit anbieten, sie durch alle Stationen ihrer Dualen Karriere zu begleiten. Ich bin stolz, von Beginn an dabei zu sein und schon gespannt, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird!“

Das KADA Team bedankt sich auf diesem Weg herzlich bei allen Partnern, Unterstützern und Wegbegleitern und blickt bereits voller Motivation den neuen Projekten in den nächsten Jahren entgegen.

Dominik Siedlaczek zu 10 Jahren KADA

Vom KADAthlete zum Laufbahnberater

Bevor er 2018 seine Karriere beendete und zum Team im Head Office stieß, wurde Dominik Siedlaczek selbst fünf Jahre lang von KADA betreut. Der ehemalige Leichtathlet studierte zu seiner aktiven Zeit Sportwissenschaften. Für eine bedarfsgerechte Abstimmung von Sport und Bildung konnte er auf Unterstützung von Wegbegleitern zählen und profitierte von KADAs Förderprogramm SLS:

„Meine Eltern haben nicht studiert, daher brauchte ich andere Leute, die mir ein Studium näherbringen. Elisabeth Plazotta, meine damalige Trainerin, war dahingehend eine große Stütze. Zusammen haben wir einen ausgewogenen Rahmenplan für Sport, Ausbildung und Beruf geschaffen, der meine Leistungen und ihre Trainertätigkeit gefördert hat. KADA kam als wichtiger Baustein dazu, als meine Karriere zunehmend professioneller wurde. Da konnte meine Laufbahnberaterin einigen Druck abnehmen.“

Dominik Siedlaczek, Msc.

Für sein weiterführendes Sportmanagement-Masterstudium verschlug es Dominik unter KADA Mithilfe an die englische Loughborough University. Dort machte der Wiener prägende Erfahrungen: „Ich bin sehr offen und neugierig, daher war ein Auslandsstudium immer Thema. Allerdings war das Jahr in England beinhart. Ich kam frisch nach einer groben Knie OP hin und musste dort mit Studium, Reha, Training und Privatleben jonglieren. Zudem engagierte ich mich in mehreren Ehrenämtern in der Studierendenvertretung. Die vielen Eindrücke und frischen Inputs waren aber ein starker Motivator, dort alles bestmöglich zu meistern. Für alle, die eine Challenge suchen, ist ein Auslandsstudium stark zu empfehlen.“

Der mehrfache Staatsmeister und European Games-Gewinner wurde letztlich viel von Verletzungen zurückgeworfen. An seine Zeit im Leistungssport denkt er aber gerne zurück: „In einer Weltsportart wie Leichtathletik merkt man sehr schnell, wo man im internationalen Vergleich steht und wie weit man kommen kann. Ich hatte als junger Athlet hohe Ansprüche an mich. Klar, die Einberufungen, Beschickungen zu internationalen Wettkämpfen und Staatsmeistertitel waren absolute Höhepunkte, aber meine Ziele lagen doch immer höher. Erst gegen Ende meiner sportlichen Laufbahn habe ich gemerkt, dass die Erreichung sportlicher Ziele für mich weniger von Bedeutung war als die Gewinne abseits von Medaillen und Bestleistungen.“

Auf ein unterstützendes Umfeld kommt’s an

Heute leitet Dominik bei KADA das Studienförderprogramm SLS und hält an Schulen, Leistungs- und Heeressportzentren in ganz Österreich KADA-Workshops. Als Laufbahnberater begleitet er außerdem Athletinnen und Athleten in Wien und Salzburg durch ihre Duale Karriere. Mit dem Rollentausch vom Betreuten zum Betreuer schließt sich für ihn ein Kreis. „In der Beratung habe ich in den ersten Monaten meist meine persönlichen Erfahrungen genutzt, um bei Anliegen zu helfen. Gleich habe ich aber erkannt, dass ich nicht von mir auf andere schließen kann. Deshalb versuche ich immer, meine Athletinnen und Athleten und ihre individuellen Situationen zu verstehen. Dadurch ergeben sich ganz andere Perspektiven und zudem lerne ich auch viel Neues.“

Eine Sache, die er wie einst bei sich selbst immer wieder beobachtet, ist wie viel Auftrieb es gibt, wenn man bei der Vereinbarung von Sport, Bildung und Beruf nicht auf sich allein gestellt ist: „Ich habe einmal drei Mannschaftssportler betreut, die gemeinsam für einen Verein gespielt haben. Neben ihren Verpflichtungen als Profis haben sie es sich zum Ziel gemacht, ihr Studium zu absolvieren. Da sie teilweise dieselben Lehrveranstaltungen besuchten, bildeten sie aus praktischen Gründen eine Fahr- und Lerngemeinschaft und pendelten zusammen zwischen Training und Uni. Sie bauten selbstständig ein förderliches Umfeld auf. Ich empfand die gegenseitige Unterstützung und das Verständnis für einander als Paradebeispiel für die Umsetzung einer erfolgreichen Dualen Karriere. Ich für meinen Teil musste sie bloß administrativ bedienen.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2018

Starke 196 Neuzugänge durfte KADA im Jahr 2018 zu einer Erstberatung begrüßen. In den Gesprächen konnten sich die Athletinnen und Athleten ganz nach ihren Interessen einen Überblick über passende Bildungs- und Berufsmöglichkeiten verschaffen, die sich gut mit Spitzensport vereinbaren lassen. Für eine doppelte Laufbahn aus Sport und Ausbildung oder Beruf ist sorgfältige Planung wesentlich – gerade zur Überwindung organisatorischer Hürden wie Präsenzzeiten oder schwierig wahrnehmbaren Prüfungsterminen. KADA bietet dafür durchgängige Unterstützung an, um den Weg zur Hochschulberechtigung, zu Studium und Ausbildungen oder zur Beruflichen Integration zu ebnen.

2018 beteiligte sich KADA aber auch selbst aktiv an der Entwicklung eines Bildungsangebots. Zusammen mit dem (AZW), Ausbildungspartner der Tirol Kliniken, war es ein Anliegen, anhand KADAs Erfahrungswerten aus der Betreuung von Athletinnen und Athleten einen Lehrgang mit spitzensportfreundlicher Kursgestaltung zu erarbeiten. Das Ergebnis: Health Basics for Athletes, eine Online-Ausbildung, die auf Berufe im Gesundheitsbereich vorbereitet. In zwei Semester vermitteln die Kurse Grundwissen in Bereichen wie Anatomie, Physiologie und Anatomie und können ortsunabhängig absolviert werden.

Präsentation des Lehrgangs Health Basics for Athletes am Ausbildungszentrum West (AZW)

Nach Auslaufen von AtLETyC nahm KADA 2018 an einem neuen EU-Projekt teil: AMiD. Die Abkürzung steht für Athlete Migration in Dual Career. Konkret ging es darum, die Mobilität von studierenden Sportlerinnen und Sportlern in Europa zu fördern und sie an ihren neuen Hochschulen und Trainingsorten im Ausland zu unterstützen. KADA übernahm dabei die Karriereberatung von europäischen Athletinnen und Athleten, die das Studienangebot der Universität Salzburg nützten und im Olympiazentrum Rif trainierten.

Simone Käferböck zu 10 Jahren KADA

Mit eigenem Beispiel voran

Simone Käferböck ist eine von zwei Laufbahnberaterinnen, die unsere KADAthletes in Tirol betreuen.  Zu KADA stieß sie im Jahr 2017: „Damals bin ich mehr durch Zufall auf der Website über die Stellenausschreibung gestolpert und dachte mir, ‚Bingo, das ist genau meins!‘“ Denn die Rolle als Laufbahnberaterin ist ihr wie auf den Leib zugeschnitten. Sport und Psychologie begeistern Simone schon seit der Schulzeit. Als Kind war sie im Schwimmsport aktiv, als Jugendliche in der Leichtathletik und in der Studienzeit im Radsport. So erlebte sie aus erster Hand, wie eng sportliche und geistige Fähigkeiten zusammenhängen. Dadurch entschied sie sich, als Ausgleich zur klinischen Psychologie auch Sportwissenschaften zu studieren. Aktuell ist sie dabei, eine Psychotherapie-Ausbildung abzuschließen.

Mag. Simone Käferböck

„Man erkennt wohl meine Vorliebe für die Verbindung aktivem Sport und Ausbildungen. Von Kindesbeinen an habe ich gesehen, dass es darauf ankommt, wie gut man beides koordiniert. Gerade als junger Mensch kann es zumal überfordernd sein, immer wieder vor großen Fragen und Entscheidungen zu stehen, die das Leben nachhaltig beeinflussen. Aber letztlich reift man dadurch zu einer selbstverantwortlichen und authentischen Persönlichkeit heran. Ich denke, dass ich mich genau aus diesen Gründen sowohl emotional als auch fachlich gut in die jungen Sportlerinnen und Sportler hineinversetzen und sie unterstützen kann, den für sie individuell richtigen Ausbildungsweg zu finden.“

Wie der Sport fürs Leben wappnet

In der Laufbahnberatung steht für Simone der Mensch im Mittelpunkt: „Bei KADA betreue ich hochleistungsfähige junge Sportlerinnen und Sportler – das sehe ich als großes Privileg. Als Laufbahnberaterin ist mir eine kreative und individuelle Herangehensweise an jeden Menschen wichtig. Da kommt sicher meine Haltung als Psychotherapeutin zutage. Besonders gefällt mir die Möglichkeit, psychisch gesunde und hochmotivierte Menschen vor mir zu haben. Das färbt auch immer ein wenig auf einen selber ab.“

Was Simone bei ihren KADAthletes häufig beobachtet, ist dass sie unterschätzen, wie viel Nützliches sie aus der sportlichen Laufbahn für das spätere Berufsleben mitnehmen können: „Viele junge Sportlerinnen und Sportler kommen mit der Haltung ‚Ich hab ja NUR den Sport und keine beruflichen Erfahrungswerte oder Kontakte für später‘ in die Beratung. Es ist bemerkenswert und schön, wenn sich bei näherer Beleuchtung des Umfeldes und der jeweiligen Kompetenzen immer wieder herausstellt, dass die Fähigkeiten, die der Leistungssport mit sich bringt, schon die eigentlichen Kernkompetenzen für die spätere berufliche Laufbahn sind. Sportlerinnen und Sportler verfügen über viele Eigenschaften und große soziale Netzwerke, die einem erfahrungsgemäß irgendwann zugutekommen. Sich dessen bewusst zu werden nimmt Vielen den Druck und das Gefühl, zu wenig für ‚die Welt da draußen‘ gewappnet zu sein.“

Pünktlich zu Semesterbeginn möchten wir von Simone noch wissen, welche Tipps sie hat, um Sport und Studium bestmöglich zu vereinbaren. „Wichtig finde ich es, schon früh genug mit der Semesterplanung zu beginnen. Alle Termine, die bereits bekannt sind, sollen als Überblick und zur besseren Visualisierung in die von KADA vorgefertigten Tabellen eingetragen werden, um Wettkämpfe, Trainingslager als auch studienrelevante Fixzeiten und Abwesenheiten koordinieren zu können. Professorinnen und Professoren sind erfahrungsgemäß entgegenkommend, wenn man nicht am letzten Abdruck versucht, mehr Fehlzeiten oder sonstiges ‚herauszuschlagen‘.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2017

Spitzensport oder Ausbildung? Beides! KADA unterstützt Athletinnen und Athleten dabei, sich schon während der aktiven Karriere berufliche Perspektiven für die Zeit danach aufzubauen. Das fördert auch wesentlich den Talenteverbleib im Sport. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an flexiblen Ausbildungsmöglichkeiten, die es ermöglichen, sich weiterzubilden, praktische Erfahrungen zu sammeln und dabei weiterhin erfolgreich sportliche Ziele zu verfolgen. KADAs Laufbahnberaterinnen und Laufbahnberater helfen dabei, nach individuellen Interessen und Bedürfnissen eine passende Option zu finden. Im weiteren Verlauf sind sie kundige Ansprechpartner für alle Anliegen rund um die Planung und Organisation einer Dualen Karriere im Spitzensport.

2017 erreichte KADA die Marke von 1.500 Sportlerinnen und Sportlern, die der Verein seit der Gründung 2010 auf diese Weise durch ihre sportliche Laufbahn bis hin zur beruflichen Integration begleitet hat. Eine Momentaufnahme zeigt, wie groß der Unterstützungsbedarf alleine im Jahr 2017 war: 240 Athletinnen und Athleten, die an Hochschulen inskribiert waren, wurden im Rahmen von KADAs Studienförderprogramm SLS betreut. 53 weitere KADAthletes nahmen an den Vorbereitungskursen für die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) teil.

KADAs früchtetragendes Arbeitsmodell blieb auch international nicht verborgen und wurde 2017 von der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Bildung, Jugend, Sport und Kultur als wegweisendes Good Practice Beispiel geadelt. Im gleichen Jahr unterstützte KADA Luxemburg bei dem Vorhaben, ein nationales Fördermodell nach österreichischem Vorbild einzurichten.

Heeressport 300

Das Österreichische Bundesheer ist ein wichtiger Arbeitgeber für Athletinnen und Athleten aus verschiedensten Disziplinen. Als Heeressportlerinnen und Heeressportler haben sie die Möglichkeit, sich voll und ganz auf ihre sportlichen Leistungen zu konzentrieren. Darüber hinaus können sie eine finanzielle Berufsförderung für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. KADA bietet für beim Bundesheer angestellte Athletinnen und Athleten Bildungs- und Berufsberatung an. Bei Informationsworkshops in Heeressportzentren oder auch in individuellen Orientierungsgesprächen gibt das KADA Laufbahnberatungs-Team einen Überblick über sämtliche offenstehende Bildungswege. In einem zukunftsweisenden Schritt wurde 2017 die Anzahl der Plätze für Heeressportlerinnen und Heeressportler von 192 auf 300 ausgeweitet. Das kam seither vielen KADAthletes zugute.

KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober mit Oberst Mag. Christian Krammer bei der Heeressport 300 Pressekonferenz

Jenni Steinwandtner zu 10 Jahren KADA

Laufbahnwechsel

Jenni Steinwandtner ist seit 2014 Teil des KADA Teams. Durch ihre vorangegangene Tätigkeit als Personalberaterin in der Privatwirtschaft sowie umfassende Coachings im Rahmen von AMS-Maßnahmen hat sie jede Menge Erfahrung auf dem Gebiet der Berufsberatung vorzuweisen. Schwerpunktmäßig betreut sie bei KADA daher Athletinnen und Athleten, die am Ende der Sportkarriere stehen oder während der aktiven Zeit im Spitzensport mit Arbeitslosigkeit konfrontiert sind.

„Meine Rolle sehe ich darin, Sportlerinnen und Sportler dahingehend zu begleiten, dass sie die aktuelle Situation annehmen und sich dieser stellen können. Es ist wichtig, sich zu fragen: ‚Wie geht es mir eigentlich damit, arbeitslos zu sein? Welche Bedeutung hat das für meine Karriere? Welche finanziellen Auswirkungen gibt es?‘ Das bringt viel Klarheit und Sicherheit für die nächsten Schritte. Am Karriereende unterstütze ich sie dabei, mental mit dem Spitzensport abzuschließen. Es gilt herauszufinden, welche beruflichen Werte ihnen wichtig sind und was an Interessen und Fähigkeiten da ist – nicht nur an fachlicher Qualifikation, sondern auch an Erfahrungen, Stärken und Kompetenzen. Wenn diese Themen klar sind, folgt Berufsberatung und Unterstützung im Bewerbungsprozess, von der Unterlagenoptimierung bis zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.“

Jennifer Steinwandtner

Mit Überzeugung zwei Welten vereinen

An ihrer Arbeit als Laufbahnberaterin faszinieren Jenni die widerstandsfähigen Persönlichkeiten der Sportlerinnen und Sportler, die sie betreut, und auch das einzigartige Umfeld, in dem sie sich bewegen: „Mich begeistert, wie sie ihre Leidenschaft leben. Sie müssen ständig Höchstleistungen bringen und werden daran gemessen. Es braucht aber weit mehr als nur die körperliche Verfassung, um langfristig erfolgreich zu sein. Veränderungen im Training, bei der Ernährung, im mentalen Bereich oder im persönlichen Umfeld können sich schnell auf die Leistung auswirken.“

Aus ihrer Sicht kann gerade die Verfolgung einer Dualen Karriere eine große persönliche Bereicherung sein: „Wenn ich mich außerhalb des Sports mit etwas anderem beschäftige – sei es eine Ausbildung oder ein Nebenjob – so bringt das einerseits Stabilität ins Leben und erweitert andererseits auch das Umfeld und somit die Sichtweise. Viele Sportlerinnen und Sportler schätzen es sehr, sich zum Beispiel durch ein Studium an der Uni mit Menschen außerhalb des Sports austauschen zu können.“

Wer neben dem Sport einer Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit nachgehen möchte, für den führt an Überzeugung und Wille kein Weg vorbei: „Das beobachte ich sehr oft. Wenn nur der Kopf etwas will, das Herz jedoch nicht dabei ist, wird es nicht funktionieren.“ 

Von einer Karriere in die nächste

Jenni hat schon viele Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg begleitet. An eine Geschichte erinnert sie sich besonders gerne zurück. Sie könnte stellvertretend für viele Karriereübergänge stehen, die sie über die Jahre unterstützt hat: „Ein verletzungsgeplagter Profifußballer, der sich bis dahin immer wieder zurückgekämpft hat, ist zu mir in Betreuung gekommen. Er war schon im fortgeschrittenen Fußballeralter. Der psychische und finanzielle Druck war hoch. Vom Kopf her wollte er eine Arbeit finden, vom Herzen her es nochmal probieren. Trotz guter Ausbildung und ansprechender Unterlagen hat er immer nur Absagen bekommen. Erst als er im Coaching-Prozess sein Karriereende angenommen hat, fand er nicht nur einen sehr guten Job, der ihm viel Freude bereitet, sondern er konnte auch dankbar und ohne Wehmut auf die schöne Zeit im Spitzensport zurückschauen.“

10 Jahre KADA Rückblickserie

Ein Rückblick auf das Jahr 2016

2016 gab es einen besonderen Meilenstein zu feiern: Seit bereits zehn Jahren arbeitete KADA mit dem Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) zusammen. Die bewährte Partnerschaft begann also schon bevor der Verein KADA in seiner jetzigen Form gegründet wurde, nämlich bei einem Vorprojekt im Jahr 2006. Bis heute ist das AMS neben dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) KADAs zweiter großer Fördergeber.

Für unsere KADAthletes bedeutet das umfangreiche Unterstützung bei der Berufsorientierung und im Bewerbungsprozess. Im Zusammenspiel mit dem AMS vermittelt KADA Arbeitsstellen, Praktika und Ausbildungsplätze. Beim Umstieg ins Berufsleben stehen unsere Laufbahnberaterinnen und -berater mit Rat und Tat zur Seite.

Von Neuerungen und internationalen Bildungsprojekten

KADA zeichnet aber nicht nur Beständigkeit aus, sondern auch die Bereitschaft, sich immer wieder weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzupacken. Beispielsweise kam 2016 nach Salzburg und Wien ein dritter Standort dazu, an dem KADA Vorbereitungskurse für die Berufsreifeprüfung im Leistungssport (BRP) anbietet. Am Skigymnasium Stams haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Wintersportdisziplinen damit die Möglichkeit, die Lücke zwischen Handels- und Hochschule zu schließen. Das Kurspensum ist neben Training und Wettkämpfen gut zu bewältigen.

Zukünftige Unternehmerinnen und Unternehmer im AtLETyC-Kurs

Ein großes Unterfangen war 2016 das Erasmus+ Projekt AtLETyC. Im Zusammenschluss mit sechs Ländern war KADA federführend daran beteiligt, ein Kurzausbildungsprogramm zur Unternehmensgründung für europäische Athletinnen und Athleten zu entwickeln. Das Ergebnis war ein spitzensportkompatibler Mix aus nationalen Präsenz- und internationalen Onlinemodulen. In Österreich fanden die Lehrgänge an der FH Joanneum statt. Mit Projektende 2018 hatten 127 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon 23 aus Österreich, die Ausbildung abgeschlossen.

Wenig überraschend platzten angesichts der wachsenden Projekte die damaligen Büroräumlichkeiten in der Red Bull Arena in Salzburg aus allen Nähten. Im Oktober übersiedelte das KADA Team in das neue Head Office in der Alpenstraße 54/7b. Zentral gelegen empfangen wir hier unsere KADAthletes für Beratungsgespräche. Zudem bietet der Sitzungsraum Platz für die Salzburger BRP-Kurse.

Und noch eine wichtige Veränderung wurde 2016 vorgenommen: Nach einer Statutenänderung lautet der neue Name „Verein KADA“. Denn das ursprüngliche Kürzel „KA:DA – Karriere Danach“ wurde längst nicht mehr dem ganzheitlichen Angebot aus persönlicher Beratung, Bildungsprogrammen und Berufsorientierung gerecht, das KADA Athletinnen und Athleten während ihrer gesamten Sportlaufbahn zur Unterstützung bietet.