Berufliche Integration

Tilo Klette (Basketball)

Basketballer Tilo Klette über eine Karriere im Sportbusiness

Er ist erfolgreicher Sportler, Unternehmer und dreifacher Familienvater. Basketballspieler Tilo Klette lebt seit sechzehn Jahren in Österreich und ist Athlet mit Leib und Seele. Während sich für den gebürtigen Deutschen, der inzwischen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, viele Jahre alles nur um seine sportliche Karriere drehte, hat er sich nun mit dem Onlinestore für American Sports Ben’s Sports ein zweites Standbein im Sportbusiness aufgebaut.

„Als Sportler stelle ich auf jeden Fall einen Mehrwert für die Firma dar.“

Bei Ben’s Sports bringt der 41-jährige sein Wissen als Experte für den Ballsport ein und machte damit auch seine ersten Erfahrungen im Geschäftsleben. „Als Sportler stelle ich auf jeden Fall einen Mehrwert für die Firma dar.“ Soziale Kompetenz, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein sind Attribute, die Athletinnen und Athleten auszeichnen. Tilo Klette spielt noch immer aktiv für die Raiffeisen Flyers Wels in der „Österreichischen Superliga“. Sich parallel zu seinem Sport, für den er eine Zeit lang sogar in Japan lebte, eine Basis für die Karriere danach aufzubauen, war für ihn kein Problem. „Durch meine Tätigkeit in der Firma bekomme ich etwas Abstand zum Sport. Das empfinde ich als positiv.“ Der erfahrenste Spieler der Superliga weiß, wovon er spricht, denn das war nicht immer so. „Ich bin mit zwanzig Profi geworden. Als junger Athlet gab es für mich nur den Sport.“

Der Sportler als Unternehmer

Als sein Vertrag 2013 in Japan bei Levanga Hokkaido auslief, stellte er sich erstmals ernsthaft die Frage, was nach seiner sportlichen Laufbahn kommen könnte. Mit der Unterstützung seines damaligen KADA Coaches Dr. Wolfgang Bittner wappnete er sich dann für das Arbeitsleben und legte erfolgreich die Unternehmerprüfung ab. Basketball aber wird immer eine große Rolle im Leben des Wahl-Österreichers spielen, der vorerst noch nicht ans Aufhören denkt. „Im Sportsektor fühle ich mich wohl. Unter Gleichgesinnten ist es angenehm.“ Und so ist es nicht erstaunlich, dass Tilo Klette auch im Sport arbeiten möchte, wenn er einmal nicht mehr selbst als Athlet aktiv ist. Bereits jetzt ist er für seinen Verein in Wels und den Oberösterreichischen Basketballbund auch als Kraft- und Athletiktrainer tätig. Trotz seiner Expertise im Sport fühlt sich Tilo durchaus auch in anderen Feldern wohl. Seine Zukunftsplanung solle sich nicht durch einen speziellen Bereich einschränken lassen.

„Sport sollte nicht auf Leben und Tod basieren.“

Wenn der 2,06m große Athlet von seiner Karriere erzählt, merkt man ihm die Gelassenheit an, mit der er über das Thema Duale Karriere spricht. „Sport sollte nicht auf Leben und Tod basieren.“ Seine Erfahrungen im Leistungssport möchte er gerne an junge Athletinnen und Athleten weitergeben. Sich hundertprozentig auf den Sport zu fokussieren macht seiner Meinung nach nur Sinn, wenn man in der obersten Spitze mitmischen kann. „Dann muss man alles für die Karriere geben, da gibt es keine Ausreden.“ Abseits der Top-Liga wird es schwierig, vom Sport zu leben, dann ist es wichtig, sich auf die Ausbildung zu konzentrieren. „Man merkt schon jung, wo man im Spitzensport steht und dann sollte man sich auf ein Studium konzentrieren.“

Wir bedanken uns bei Tilo Klette für das interessante Gespräch und wünschen ihm alles Gute für seine weitere Karriere im Sportbusiness!

Heidi Neururer (Snowboard)

Von der Snowboardpiste mit Schwung in die Berufswelt

Heidi Neururer ist ein KADAthlete der ersten Stunde. Ihre Entwicklung und der fließende Übergang vom Spitzensport in die Berufswelt liest sich wie ein Gedicht. Deshalb haben wir Heidi Neururers Geschichte als KADAthlete Story des Jahres 2010 ausgewählt.

Die Duale Karriere

Sie war eine Größe im Snowboard-Sport. Zwischen den Jahren 2000 und 2013 bewegte sich Heidi Neururer im Parallel-Slalom wie im Riesenslalom an der Weltspitze. Sieben Jahre nach ihrem Weltcupdebüt erreichte ihre sportliche Karriere mit dem Sieg bei der Weltmeisterschaft (Arosa 2007) einen neuen Höhepunkt. Der Weltmeistertitel war ein Etappenziel, das die Tirolerin schon seit Anbeginn im Visier hatte:

„Der WM-Titel als Ziel stand lange im Mittelpunkt meiner sportlichen Karriere. Umso schöner war es, als es 2007 geklappt hat. Im ersten Moment war der Sieg eine große Erleichterung, ich konnte wieder richtig durchatmen. Als sich dann die Aufregung gelegt hat, stellte ich fest, dass ich als Person trotz Weltmeistertitel immer noch die selbe war. Ich habe dann einen Perspektivenwechsel vollzogen und erstmals meine sportliche Karriere aus der Distanz betrachtet. Diese neue reflektierte Perspektive ermöglichte es mir mein Leben in einem breiteren Spektrum zu denken. Ich suchte mir neue Herausforderungen, auch außerhalb des Sports.“

Schon im Jahr 2006 absolvierte Heidi Neururer als eine von fünf Sportlerinnen und Sportlern die Berufsreifeprüfung, die damals von der Österreichische Sporthilfe in Kooperation mit dem WIFI sowie Christine Seemann und KADA Geschäftsführerin Roswitha Stadlober organisiert wurde.

Wenige Jahre später, knapp nach der KADA Vereinsgründung, ließ sich die Tirolerin noch während ihrer sportlichen Karriere über ein passendes Studium durch den KADA Laufbahnberater in Tirol beraten. Die Wahl fiel auf ein Bachelorstudium im Managementbereich an der Universität Innsbruck, welches sich dann als berufsbegleitendes Masterstudium an der Donauuniversität Krems fortsetzte. Ihre Erfahrungen mit der Laufbahnberatung schilderte sie so:

„Während der sportlichen Laufbahn ist einem die Wichtigkeit einer beruflichen Ausbildung nicht bewusst. Das Qualifikationsprofil ist im Spitzensport kein Erfolgskriterium. Mein damaliger KADA Laufbahnberater, der auch ein erfahrener Unternehmensberater war, erklärte mir früh, dass in der Berufswelt andere Regeln herrschen. Die einhergehenden Bemühungen durch Frau Stadlober und durch meinen Laufbahnberater sensibilisierten mich stark für das Thema, das mich dann bei der Studienwahl motivierte.“

Die Verbindung zwischen Spitzensport, Ausbildung und Beruf

Fotoshooting „Sport mit Perspektive!“, 2010

Beruflich ist die mittlerweile 41-Jährige als Geschäftsführerin des Hotels und Kompetenzzentrums Lizum 1600 tätig und somit ein wichtiger Baustein des Tiroler Skilehrerverbandes. In ihrem Beruf sieht sie starke Verbindungen zu ihrer sportlichen Vergangenheit, denn Heidi Neururer führt ihr Team wie einst ihr Snowboard. Präzise und liebevoll, aber sollte es drauf ankommen auch streng, sicher und souverän. Gerade letzteres, die Souveränität, empfindet sie in ihrer Rolle als Führungskraft als wichtig:

„In einem Parallelslalom zählt immer nur die relative Leistung. Erfolg im Parallelslalom bedeutet direkter Erfolg über seine Gegnerin. Wenn man nun gegen eine Konkurrentin fährt, die am Papier stärker zu sein scheint als man selbst, darf man sich nicht einschüchtern lassen. Man sieht sich in einer herausfordernden Situation, die man am besten meistert, wenn man die Schüchternheit ablegt. Ein souveränes Auftreten verändert die Sicht auf die Situation und gibt Sicherheit. Mit Phänomenen dieser Art habe ich mich während meines Studiums beschäftigt und darf das angeeignete Wissen in Seminaren an meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergeben. In meiner Führungsrolle kann ich diese Methoden bewusst tagtäglich auch praktisch umsetzen.“

Darüber hinaus empfindet Heidi Neururer den einstigen Umgang mit ihren Trainern als Lektion für ihr Berufsleben. Wertschätzung, Leistungsorientierung und Respekt sind Werte, die sie im Umgang mit ihren Trainern pflegte und nun auch auf ihr aktuelles Team überträgt. Dennoch sieht sich Heidi nicht als komplette Managerin. Ihrem Empfinden nach gibt es noch viel zu lernen und unendlich viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Und das macht Heidi am meisten Spaß.

Wir freuen uns, dass KADA ein Teil von Heidis Laufbahn war und wünschen ihr für weitere Herausforderungen viel Erfolg.

Daniel Müllner (Beachvolleyball)

Beachvolleyballer Daniel Müllner über seine Duale Karriere
und die ersten Schritte ins Berufsleben

Bereits als kleiner Junge hatte Daniel Müllner eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was er später einmal werden wollte. Jus oder Medizin war sein Studienwunsch. „Von klein an wollte ich Menschen helfen“ erzählt er. Dass die Entscheidung dann schließlich auf die Rechtswissenschaften gefallen ist, hatte vor allem sportliche Gründe. Durch die geringeren Anwesenheitszeiten eignet sich das Jus-Studium für eine Duale Karriere deutlich besser. Mittlerweile hat der 29-jährige seine Ausbildung  erfolgreich abgeschlossen und wird mit der anstehenden Gerichtspraxis die ersten Schritte ins Berufsleben wagen. Rückblickend sieht er besonders die stofflich umfangreichen Prüfungen als größte Herausforderung bei der Koordination von Spitzensport und Universität. „Als die Anforderungen so groß wurden, dass ich nicht mehr nur noch ‚nebenbei‘ lernen konnte, war das zunächst ein Schock. Da habe ich mich dann in der trainingsfreien Zeit drei, vier Wochen zum Lernen ‚eingesperrt‘.“

„Man darf nicht unterschätzen, dass das Ganze schon intensiv ist.“

Gelernt hat Daniel Müllner hauptsächlich alleine, denn Vorlesungen zu besuchen, war für ihn während der sportlichen Saison kaum möglich. Zurecht stolz ist er auf seine Erfolge während der Dualen Karriere, sowohl sportlich als auch an der Universität. Mit den Antritten bei Welt- und Europameisterschaften sowie dem prestigeträchtigen Beachvolleyball Grand Slam in Klagenfurt erfüllte er sich einen Kindheitstraum. Umso bemerkenswerter, dass er während dieser steilen Karriere seine wichtigsten Prüfungen auf Anhieb schaffte. Nach dem Ende seines Studiums betont der ehrgeizige Wiener den positiven Ausgleich. „Nur reine körperliche Bewegung oder nur geistige Anstrengung war nie etwas für mich und so hatte ich immer beides.“ Auf die Frage, welche berufliche Richtung er nun einschlagen wird, hat Daniel Müllner zwar noch keine genaue Antwort, weiß aber sehr wohl, was ihn abseits des großen Sports interessiert. „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, für eine NGO zu arbeiten. Tier- und Umweltschutz sind Themen, die mir sehr wichtig erscheinen.“

Doch zunächst gilt es für ihn die nächste Herausforderung in Sachen Duale Karriere zu bewältigen. „Die Gerichtspraxis mit dem Training zu verbinden, wird höchstwahrscheinlich nicht einfach.“ Doch mit den Erfahrungen aus der Koordination von Sport und Studium gelingt der Berufseinstieg, im Falle von Daniel Müllner auch dual, da er seinen Sport weiterhin aktiv betreibt, gleich um einiges leichter. Anderen Athletinnen und Athleten, die sich noch mitten in ihrer dualen Laufbahn befinden, rät er, einen langfristigen Plan zu verfolgen. „Man muss sich darüber klar sein, was man möchte. Die Zeit ist ein kostbarer Faktor bei der Koordination von Sport und Ausbildung.“

Wir wünschen Daniel Müllner alles Gute für seine ersten Schritte in der „Juristerei“ und natürlich auch weiterhin viele sportliche Erfolge!

Ganz gleich, ob auch du direkt vor dem Einstig in deine nachsportliche Karriere stehst, oder gerade erst deine Ausbildung begonnen hast, wir unterstützen dich gerne bei allen Fragen rund um die duale Karriere.

Kontakt: KADA Head Office
E-Mail:
Tel.: 0662 254169

Foto: (c) GEPA pictures

Caroline Weber (Rythmische Sportgymnastik)

Caroline Weber über Parallelen zwischen Spitzensport und Theater.

Sie ist die erfolgreichste Gymnastin in der Geschichte des Österreichischen Fachverbandes für Turnen. Und eine ehemalige KADA-Athletin. Die Rede ist von Caroline Weber. In ihrer unglaublich erfolgreichen Karriere gewann sie insgesamt 55 Österreichische Staatsmeistertitel, qualifizierte sich zwei Mal für die Olympischen Spiele und erreichte bei Europameisterschaften mehrmals das Gerätefinale.

Man sollte meinen, eine solche Karriere bietet keinerlei Platz für andere Tätigkeiten – doch weit gefehlt! Caroline Weber hat neben der Rhythmischen Gymnastik noch eine große Leidenschaft: die Schauspielerei. So begann sie bereits während ihrer aktiven Karriere mit dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien. „Rein aus Interesse“ wie die mittlerweile 32jährige sagt. Ihr damaliger KADA-Coach stellte den Kontakt zu ihrem ersten Schauspielunterricht her und der Grundstein für eine Duale Karriere der etwas anderen Art war gelegt. „Ich denke, Rhythmische Gymnastik ist ein sehr künstlerischer Sport und das Performen einer Geschichte vor Publikum hat mir schon seit Kindesbeinen an gefallen. So habe ich mich dann 2012 entschieden, während meines letzten aktiven Jahres, eine Schauspielschule zu beginnen. Da habe ich dann noch viel mehr die Zusammenhänge von Schauspiel und Sport bemerkt.“ Diese Kombination ist im Spitzensport freilich eher selten. Doch profitierte die Vorarlbergerin von ihrem Studium auch für den Sport. „Das Einnehmen einer bestimmten Rolle, das Performen an sich und wenn man etwa das Event olympische Spiele betrachtet, kann man klare Parallelen zu einer Theateraufführung erkennen. Natürlich haben diese Einsichten auch auf meine Performance als Sportlerin Einfluss gehabt. Dadurch habe ich angefangen, mich mehr mit den Geschichten und der Musik meiner Kürübungen auseinanderzusetzen.“ Rückblickend sagt sie: „Ich wünschte, ich hätte schon früher damit angefangen.“

Ihre hocherfolgreiche sportliche Laufbahn hat Caroline Weber inzwischen beendet und schreibt gerade an ihrer Masterarbeit. Titel: „Über die Körperinszenierungen von Leistungssportlerinnen“. Den Übergang in die nachsportliche Karriere und den damit verbundenen Einstieg ins Berufsleben beschreibt sie als herausfordernd, „da ich doch einiges ausprobieren musste bis ich die Richtung gefunden habe“.

Heute ist die Ex-Spitzensportlerin bei 100% Sport, dem österreichischen Kompetenzzentrum für Chancengleichheit im Sport, tätig und arbeitet nebenbei als Personaltrainerin. Die Schauspielerei ist und bleibt aber ihre große Leidenschaft.
Die Geschichte von Caroline Weber ist beispielhaft für eine Karriere, in der vielfältige Interessen höchst erfolgreich zusammengeflossen sind und beweist, dass es der sportlichen Leistung in keiner Weise schadet, verschiedene Interessensbereiche auszuprobieren. Daher ist die Karriere der Ex-Turnerin aus Dornbirn eine KADAthlete Story, die Mut zu unkonventionellen Wegen und Lust auf Studienrichtungen abseits der Sportwissenschaften macht. Athletinnen und Athleten, die sich auf ihre nachsportliche Karriere vorbereiten möchten, rät Caroline Weber, „dass sie sich die Zeit geben Verschiedenes auszuprobieren. Wenn es sich vereinbaren lässt, dann ist es sicher gut schon ab und zu in bestimmte Bereiche hinein zu schnuppern“.

Weißt du schon genau, was du nach deiner sportlichen Karriere machen möchtest, oder bist du noch unsicher, wo deine Stärken und Interessen liegen? In beiden Fällen beraten wir dich gerne! Hier kannst du mit uns Kontakt aufnehmen.

KADA Teammeeting in Salzburg

Am 13./14. Oktober fand unser alljährliches KADA Teammeeting in Salzburg statt. Besonders gefreut hat uns die Tatsache, dass alle KADA Laufbahnberater daran teilgenommen haben. Kernthema des sehr intensiven 2-tägigen Seminars im Hotel Momentum in Anif stellte die neue KADA Kompetenzenbilanz dar. Insbesondere Spitzensportler zeichnen sich über ihre formalen Ausbildungsabschlüsse hinaus durch besondere Kompetenzen (fachliche, soziale, personale, etc.) aus, die sie zu gefragten Mitarbeitern in der Wirtschaft machen.

Die KADA Kompetenzenbilanz ist ein standardisiertes und qualitätsgesichertes Verfahren zur Feststellung von Kompetenzen, die Personen aufgrund ihrer beruflichen und außerberuflichen Tätigkeiten, ihrer individuellen Entwicklung, ihrer Qualifikationen und ihrer Lernerfahrungen erworben haben. Unter der Projektleitung unseres Vorarlberger Laufbahnberaters Mag. Michael Defranceschi sowie der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Kurt Seipel wurde sie von einem Expertenteam für die Zielgruppe Spitzensport entwickelt und greift auf vorhandene kompetenzenbilanzierende Verfahren zu. Ein standardisierter Abschlussbericht bestätigt die bilanzierten Kompetenzen und kann von unserern KADAthleten im Rahmen ihres Bewerbungsprozesses beim potenziellen Arbeitgeber vorgelegt werden.

Neben dem Kernthema kam jedoch auch der gegenseitige Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Laufbahnberatern nicht zu kurz. So entstanden neue Ideen und weiteres Verbesserungspotenzial für das kommende Jahr.

VdF-Camp der arbeitslosen Fußballer

Zum bereits vierten Mal unterstützt KADA arbeitslose Profikicker im Camp der Vereinigung der Fußballer (VdF) in Steinbrunn. In Zusammenarbeit mit dem AMS soll den Spielern die Möglichkeit gegeben werden, sich unter professionellen Bedingungen auf die kommende Saison vorzubereiten, für neue Arbeitgeber zu empfehlen und gleichzeitig eine stabile Bildungskarriere parallel zum Fußballsport einzuleiten. Unsere Laufbahnberater Jennifer Steinwandtner und Hans-Peter Muckenschnabel beraten die vertragslosen Profis in ihrer persönlichen, sportlichen und beruflichen Entwicklung.

In der modernen Fußballrealität ausschließlich auf die Karte Profifußball zu setzen, ist ein riskantes Unterfangen. Der Glaube, dass man sich während der aktiven Karriere nicht systematisch auf eine spätere berufliche Laufbahn vorbereiten könnte, ist zudem lange überholt. Es gibt für Profifußballer heute eine Vielzahl flexibler Möglichkeiten, sich aus- und fortzubilden. Wolfgang Stockinger, KADAs Leiter der Laufbahnentwicklung und selbst ehemaliger Fußballprofi, meint dazu: “An morgen denken ist wichtig, keine Frage. Eine doppelte Laufbahn hat ihren Wert aber nicht nur in der Zukunft. Vielmehr unterstützt sie Spieler ebenso dabei, im Sport psychisch stabiler zu sein. Eine richtig dosierte und gut geplante Ausbildung parallel zum Fußball wirkt sich also positiv auf dem Feld und abseits des Feldes aus. Das bestätigen uns viele der momentan über 100 Profifußballer in Österreich, die mit KADA ihre doppelte Laufbahn erfolgreich umsetzen.“

Weitere Informationen zum Camp für arbeitslose Fußballer in Steinbrunn finden Sie auf der Website vdfcamp.at.

(© GEPA Pictures)

10 Jahre AMS und KADA

Seit 2006 ist KADA die für Österreichs Spitzensportler zugewiesene Beratungs- und Betreuungseinrichtung des Arbeitsmarktservice AMS. KADA bereitet in dieser Funktion unsere ehemaligen Hochleistungssportler und Trainer mit Verständnis, Sensibilität und entsprechendem Fachwissen auf die Integration in den Arbeitsmarkt vor (siehe hier). Berufsorientierung, Bewerbungstraining und Jobvermittlung stehen im Mittelpunkt dieser europaweit einzigartigen Partnerschaft. Die gelungene Zusammenarbeit wird durch eine überaus erfreuliche Teilnehmerzufriedenheit (Note 1,2) und durchschnittlich 71% arbeitsmarktpolitischen Erfolg (= Vermittlungsquote) über all die Jahre mehr als bestätigt.

Fördergeber seit der ersten Stunde

Ein Dankeschön gilt Frau Mag. Brigitte Kreinjobst (3.v.r.) , welche die Projektbetreuung nun an Frau Mag. Elisabeth Proksch (4.v.l.) übergeben hat. Wir freuen uns über viele weitere Jahre professioneller und herzlicher Zusammenarbeit!

>>>

Austrian Employment Service (AMS) and KADA: partners since the very beginning

Since 2006 KADA works in close partnership with the Austrian Employment Service (AMS), which is a unique connection throughout Europe. Thereby KADA serves Austria’s elite athletes in their vocational integration into the labor market. With individual understanding and sports specific know-how KADA guides former athletes and coaches in transition management (from sports to “normal” life), application training and job placement. We are very proud of high participants’ satisfaction and a 71% placement rate.

Spitzensportgerechtes Praktikum

Rohrweck Eat the BallPraxis bringt’s! Weltcup-Skicrosser Johannes „Johnny“ Rohrweck arbeitet bereits seit fast zwei Jahren mit KADA in der Laufbahnberatung zusammen. Für die wettkampf- und prüfungsfreie Zeit im Sommer wurde nun ein fachspezifisches Praktikum mit der österreichischen Firma Eat the Ball umgesetzt. In enger Abstimmung zwischen Sportler, KADA und Unternehmen spitzensportgerecht geplant, stellten die vergangenen zwei Monate die perfekte Ergänzung zu Johnnys Grafikdesign-Studium dar. KADAthlet Johnny im O-Ton: „Das Praktikum bei Eat the Ball war beruflich gesehen die beste Erfahrung in meinem bisherigen Leben. Eine einzigartige Chance für mich, neben dem Hochleistungssport Berufserfahrung zu sammeln. Ich habe in kürzester Zeit Sachen gelernt, die ich sonst lange nicht bzw. manche wahrscheinlich nie gelernt hätte. Davon profitiere ich natürlich jetzt auch im Studium.“

KADA sagt Danke an Eat the Ball für die tolle Zusammenarbeit!

Der 1. KADA-Praktikant

HölzlDo not disturb – work in progress! Der Ex-Fußballer und Jugend-Nationalteamspieler Daniel Hölzl unterstützt das KADA Head Office im Februar. Daniel, nunmehr Student am Management Center Innsbruck („Business & Management“), bringt sich dabei vielfältig in unsere Arbeit ein. Auf der Agenda: Alles außer Kaffee machen! Internationale Studienrecherche, Workshopdesign und Präsentationen bei Veranstaltungen gehören ebenso zu seinen Aufgaben wie wertvolle admin-Dienste auf unserer Animation „Bildungswege im Leistungssport„. Wir freuen uns auf seinen Input!

Wegweisendes Fußballprojekt mit der VdF

VdF Camp Steinbrunn145 arbeitslose heimische Fußballprofis lassen die Alarmglocken schrillen! Aus diesem Grund Gewerkschaft der österreichischen Fußballer VdF erstmals ein sechswöchiges Trainingscamp für vertragslose Profispieler durch. KADA begleitet das einzigartige AMS-Projekt im Burgenland als Partner im Bereich Karriereplanung. Heute erfolgte der Kick Off in Steinbrunn mit einer gemeinsamen Pressekonferenz und einer großen Präsentation von KADA.

Hier gibt es ausführliche Informationen zum Camp.